Lea Heinen ist jüngste Försterin in Rheinland-Pfalz und arbeitet beim Forstamt Bitburg

Forstwirtschaft : Die jüngste Försterin in  Rheinland-Pfalz

Drei Fragen an Lea Heinen, die sich um den Wald im Bereich des Forstamtes Bitburg kümmert.

Lea Heinen ist 22 Jahre alt und gebürtig aus Dormagen in Nordrhein-Westfalen. Sie hat das Studium der Forstwirtschaft in Göttingen absolviert und den Vorbereitungsdienst für das dritte Einstiegsamt im Forstdienst im Forstamt Traben-Trarbach im Forstrevier Piesport abgeleistet. Seit dem 1. Oktober ist sie im Forstamt Bitburg als Regionalförsterin tätig. Das heißt, sie unterstützt die anderen Förster und vertritt sie bei Urlaub oder im Krankheitsfall. Aktuell ist sie die  jüngste Försterin in Rheinland-Pfalz.

Frau Heinen, der Beruf des Förster hat in unserer Zeit wenig mit Silberwald-Idylle zu tun. Was war für Sie ausschlaggebend, Försterin zu werden?

Lea Heinen: Ich war schon immer sehr naturverbunden und fand die Vorstellung schön, in und mit der Natur zu arbeiten. Der Wald hat für mich etwas Beruhigendes und Faszinierendes, daher konnte ich mir die Arbeit dort sehr gut vorstellen. Auch die Arbeit mit dem Rohstoff Holz begeistert mich. So freue ich mich immer wieder, wenn wir Bäume geerntet haben und ich dann weiß, dass diese zum Beispiel zu einem Tisch weiterverarbeitet werden. Vor allem die Vielfalt in diesem Beruf reizt mich, ein Tag ist nie wie der andere, denn man weiß nie, was die Natur für einen bereit hält. Ich schaffe durch meine Arbeit etwas, was noch Generationen nach mir erleben werden und woran man sich bei einem Waldspaziergang erfreuen kann. Nachhaltig an der  Gestaltung der Wälder mit all ihren Wirkungen mitzuarbeiten, hat mich motiviert, Försterin zu werden.

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten: Was wünschen Sie dem  vielerorts in Not geratenen  Wald?
Lea Heinen: Ich wünsche mir, dass er dem spürbaren Klimawandel stand hält. Und dass die Gesellschaft respektvoller mit dem Wald umgeht. Dass zum Beispiel Müll im Wald vermieden wird. Und dass der Rohstoff Holz mehr geschätzt und genutzt wird.

Sie sind aus Dormagen in Nordrhein-Westfalen. Was schätzen Sie an der Eifel?

Lea Heinen: Ruhe, viel Wald und weite Felder. Ich bin zwar ländlich aufgewachsen, jedoch umgeben von Industrie und Großstädten, daher genieße ich hier die Weite.

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