Leben, lernen, lachen

Das Örtchen Irrhausen ist um eine Attraktion reicher: Die Gebrüder Weiland haben dort das ehemalige Pfarrhaus und Jugendheim in vier Jahren umgebaut. In das neue Gebäude integriert ist die "Weiland-Akademie". Am 5. Dezember ist offizielle Einweihung.

Irrhausen. Campingplatz, Hochseilgarten und eine "Akademie" für kulturelle Angebote sowie die Schulung von Mitarbeitern der Baufirma Weiland: In Irrhausen tut sich wieder etwas - und zwar gewaltig. Die Brüder Erhard, Arnold und Wolfgang Weiland haben das ehemalige Pfarrhaus und Jugendheim innerhalb von vier Jahren komplett saniert und umgebaut. Am 5. Dezember wird das runderneuerte Haus offiziell eingeweiht.

"1826 wurde das Pfarrhaus in Irrhausen erbaut", sagt Wolfgang Weiland. Irrhausen hatte damals 300 Einwohner, 50 mehr als heute. 1901 wurde noch ein Stück angebaut. Der Pastor brauchte Platz, um sein Vieh zu halten. 1929 wurde das Pfarrhaus um das Jugendheim erweitert. "Das war die Attraktion des Ortes, Treffpunkt, Versammlungsraum - auch Theater wurde damals schon gespielt", sagt der 52-Jährige. Später kam noch eine Bücherei dazu.

Doch dann wurde die Stelle des Pastors nicht mehr neu besetzt. Etwa 50 Jahre ist das nun her. Das Haus wurde teilweise vermietet, später stand es komplett leer. Wer die alten Fotos sieht, erkennt den schlechten Zustand des Hauses.

Nun ist es generalsaniert, nach modernsten energetischen Gesichtspunkten. Über die Investitionssumme möchte Wolfgang Weiland aber nicht sprechen. "Das Haus hat drei Funktionen: Es gibt fünf Wohnungen, es wird gewerblich genutzt, und es beherbergt die Weiland-Akademie", erklärt er.

Schon ab dem 13. Dezember starten die ersten Veranstaltungen unter dem Titel "Dinner plus Theater im Irsental". Die Theatergruppe Arzfeld führt das Stück "Der Klöppelkrieg zu Arzfeld" auf und die Theatergruppe Daleiden den "Hauptmann von Köpenick". Bekocht werden die Gäste vom Campingplatz-Team Irsental.

Neben kulturellen Veranstaltungen nutzt die Firma das Haus zur Schulung und Weiterbildung ihrer mittlerweile knapp 500 Mitarbeiter. In der Akademie sind rund 20 Schulungen pro Jahr angesetzt, die sich das Unternehmen 50 000 Euro kosten lässt. Ende des Monats trifft sich dort ein "Zukunftsteam", um die Pläne für die nächsten sieben Jahre abzustecken. Und was passiert in dieser Zeit? Wolfgang Weiland schmunzelt und sagt: "In sieben Jahren werden wir den Generationswechsel auf den Weg bringen." Dann wird die fünfte Generation seit der Gründung durch seinen Urgroßvater im Unternehmen arbeiten.

Am Freitag, 5. Dezember, ab 15 Uhr wird die Weiland-Akademie offiziell ihrer Bestimmung übergeben. EXTRA Die Unternehmensgruppe Weiland, gegründet 1897 von Johann Weiland, wird in der vierten Generation von den Brüdern Wolfgang, Erhard und Arnold Weiland geleitet. Zur Gruppe gehören die Unternehmen Weiland-Bau (Hoch- und Tiefbau), BRG Umweltpark, BRG Kanaltechnik, Campingplatz Irsental und Waldpark Eifel. Die Unternehmensgruppe beschäftigt knapp 500 Mitarbeiter und macht einen Jahresumsatz von mehr als 60 Millionen Euro. Derzeitige Projekte in der Region: Ortsdurchfahrt Dahnen, Biogasanlage in Luxemburg, Erlebniswelt Nürburgring, Fürstenhof in Wittlich, Kläranlagen in Luxemburg. (sn)

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