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Lehren und Lernen im Bitburger Königswäldchen

Lehren und Lernen im Bitburger Königswäldchen

Im Bitburger Königswäldchen ist es bei den fünften Waldjugendspielen hoch hergegangen. Unter den Augen der rheinland-pfälzischen Forstministerin Ulrike Höfken haben Drittklässler aus dem Altkreis Bitburg gezeigt, was sie alles über den Wald und dessen Funktionen gelernt haben.

Bitburg. Ein wenig enttäuscht sind die Drittklässler der Grundschule Süd in Bitburg. Denn gerade haben sie die letzte Station der Waldjugendspiele absolviert und unnötig Punkte liegen lassen. Trotz des Malheurs beim Nachhaltigkeitsspiel sind sich die Drittklässler einig: Der Besuch im Bitburger Königswäldchen war ein großer Spaß. Zum fünften Mal wurden dort die Waldjugendspiele ausgetragen. Rund 750 Schüler aus 37 Klassen des dritten und siebten Schuljahres haben in Bitburg an dieser landesweiten Jugendumweltveranstaltung teilgenommen.
"Die Waldjugendspiele erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Wir hatten an den zwei Tagen Klassen aus dem gesamten Altkreis Bitburg hier", sagt Karl-Heinz Heyne vom Forstamt Bitburg. Für den Leiter des Forstamtes geht es bei den Waldjugendspielen darum, "Wissen über die Natur und die nachhaltige Nutzung des Waldes zu vermitteln".
Jede Klasse absolvierte den Parcours zu den Themen Waldbäume, Nachhaltigkeit und Waldfunktionen sowie Ökologie und Wildtiere. Gemeinsam mit einem Forstpaten durchstreiften die Schüler das Königswäldchen, lösten an den insgesamt elf Stationen verschiedene Aufgaben. Darunter waren Rätsel, Frage-und-Antwort-Spiele und sportliche Geschicklichkeitsübungen.
Jeweils zu Beginn eines Themas wird entsprechendes Wissen vermittelt. Während der Erkundungstour durch das Königswäldchen treffen die Dritt- und Siebtklässler auf Schüler der Jahrgangsstufe zwölf des Bitburger St.-Willibrord-Gymnasiums, die einzelne Stationen betreuen.
In einem Frage-und-Antwort-Spiel müssen die Teilnehmer Antworten auf Fragen finden, wie "Was hat der Wald mit dem Wasser zu tun?" Volle Punktzahl erhält, wer etwa antwortet: Der Wald ist Wasserspeicher oder Erosionsschutz.
Wer an der abschließenden elften Station im Nachhaltigkeitsspiel geschickt in die Rolle des Försters schlüpft und eine nachhaltige Strategie bei der Holzernte verfolgt, der kann viele Punkte sammeln. Auch, wer gleich Bäume nachpflanzt, kann in den sechs Spielrunden Bonuspunkte einheimsen. Darauf müssen die Kinder aber selbst kommen, helfen ist nicht erlaubt.
Genau hier haben die Drittklässler der Grundschule Süd Punkte liegen lassen. Darüber ärgern sie sich. Das Thema Nachhaltigkeit dürften sie indes nicht so schnell vergessen.
Genau dies ist ja im Sinne der Waldjugendspiele, wie die rheinland-pfälzische Forstministerin Ulrike Höfken betont: "Wer den Wald selbst erlebt, viel über ihn weiß, wird den Wald richtig schätzen." Die Schüler wissen jetzt, was die Ministerin damit meint. jörExtra

Stefanie E., 9 Jahre: "Das hat sehr viel Spaß gemacht. Es ist schöner, draußen zu sein, als im Klassenraum zu lernen." Adrian B., 9 Jahre: "Die Spiele an den einzelnen Stationen waren toll. Ich habe viel gelernt. Sehr gefreut hat mich, so viel über Waldtiere zu lernen." Arien G., 9 Jahre: "Die letzte Übung ist leider nicht so gut gelaufen. Sonst war das ein toller Tag und ich hatte viel Spaß." Jan-Michael H., 9 Jahre: "Die Übungen haben viel Spaß gemacht. Es ist toll, so viel über den Wald und seine Bewohner zu lernen." jör TV-Fotos (4): Jörg RosslerExtra

Veranstalter der Waldjugendspiele ist die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Rheinland Pfalz und Landesforsten. In diesem Jahr fanden im Land zum 32. Mal die Waldjugendspiele statt, in Bitburg war es die fünfte Auflage. In Bitburg waren 750 Schüler unterwegs. Betreut wurden sie von Schülern des St.-Willibrord-Gymnasiums in Bitburg. jör