Leserbrief : Ausbau als Autobahn – unverzüglich

Dieser Leser greift die verschiedenen Berichte zu den Baustellen auf der Autobahn 60 auf und schreibt:

Vollsperrung der A 60 seit 3 Wochen und keine Arbeiten/Arbeiter auf dem Teilstück Weißenhof – Prüm zu sehen, Verkehrschaos durch sehr hohes Verkehrsaufkommen in den von den schon unzähligen Umleitungen betroffenen Dörfern, veranlassen mich erneut, auf die katastrophalen Zustände der Straßen in unserer Region hinzuweisen und den Finger erneut in die Wunde zu legen. Ein Flickenteppich an halbfertigen Teilstücken, die aber sehr stark befahren sind, durchqueren die Eifel.

Ein Irrsinn ist, dass bei solchen Reparaturmaßnahmen oder Unfällen auf der A♦60 zwischen Winterspelt und Prüm, aber auch der B♦51, der Verkehr über die Dörfer umgeleitet wird und sich dann, besonders durch den starken Schwerlastverkehr, die Verkehrsteilnehmer wochenlang im Schneckentempo über die oft sehr maroden und engen Landstraßen bewegen müssen. Die betroffene Bevölkerung ist entsprechend wütend und ich fürchte, dass bei den kommenden Wahlen die Quittung erteilt wird.

Würden die A♦60 als Autobahn und die B♦51 autobahnähnlich ausgebaut, könnte im Bedarfsfall der Verkehr auf diesen Trassen umgeleitet werden, und die Folgekosten von Umleitungen für die Reparatur der Kreis-, Landes- und Bundesstraßen würden eingespart und die Bevölkerung in den betroffenen Dörfern von den Belästigungen  und Gefahren durch das hohe Verkehrsaufkommen verschont.

Die von uns gewählten Politiker in Berlin und Mainz sind aufgerufen, sich für einen bedarfsgerechten Ausbau der Eifelstraßen einzusetzen, die dem stark gestiegenen Verkehrsaufkommen, und hier besonders dem Schwerlastverkehr, gerecht werden. Deutschland liegt im europaweiten Vergleich 20 Jahre hinter den erforderlichen Straßen-Baumaßnahmen zurück – gleiches gilt für die Bahntrassen.

Die hohen Geschwindigkeiten, die allzu oft auf den “langen Geraden“ der A60 und B51, insbesondere Bitburg-Trier, gefahren werden, haben bei Unfällen im Begegnungsverkehr besonders schlimme Folgen, da ja die schützenden Mittelleitplanken fehlen. Fatal ist auch, dass viele Fahrer, die von der Autobahn aus Belgien oder der A 60 aus Richtung Bitburg kommen, oft im Kopf nicht „umschalten“, dass man plötzlich auf einer “Eifeler Landstraße“ im Schneckentempo fahren soll.

 Die Ersthelfer von DRK, Feuerwehr und Polizei müssen immer wieder die Toten und Schwerverletzten bergen und brauchen lange, um das Erlebte zu verarbeiten.

Menschen, die bisher dort bei Verkehrsunfällen gestorben sind, könnten noch leben. Schwerverletzte, die  lebenslang unter den Folgen leiden müssen, könnten noch als gesunde Menschen am täglichen Leben teilnehmen, hätte man die A 60 komplett als Autobahn fertiggestellt - das gleiche gilt für die B51 von Stadtkyll - Olzheim - Prüm zur A 60 und die B51 zwischen Bitburg und Trier.