Letzte Ruhe wird teurer

Bitburg hebt die Friedhofsgebühren an. Sowohl Urnengräber als auch Erdbestattungen werden ab sofort teurer. Die Preisanhebung ist notwendig geworden, weil die Stadt ansonsten ihre Friedhöfe nicht kostendeckend bewirtschaften könnte.

Bitburg. Angehörige von Verstorbenen müssen seit diesem Monat mit höheren Friedhofsgebühren kalkulieren. 30 Euro mehr als im Vorjahr kostet nun die Beisetzung einer Urne in einer Gräberreihe. Mussten für ein Reihenurnengrab bisher 170 Euro bezahlt werden, kostet es nun 200 Euro.
Wer auf eine individuelle Grabstelle Wert legt, muss mit noch höheren Kosten rechnen. Für sogenannte Urnenwahlgrabstätten fallen jetzt 740 Euro anstatt bisher 650 Euro an. Eine letzte Ruhestätte in der Urnenwand auf dem Friedhof in der Erdorfer Straße kostet mit 1760 Euro sogar 110 Euro mehr als noch im Frühjahr vor der Preiserhöhung.
Notwendig wurde die Neufassung der Gebührenordnung durch erhebliche Veränderungen in der Bestattungskultur. Trotz einer ersten Preiserhöhung in 2011 konnte die Stadt ihre Friedhofsanlagen nicht kostendeckend führen (der TV berichtete).
Nur die wenigsten Gräber bleiben beispielsweise heute noch über die volle Liegezeit von 25 Jahren bestehen. Immer mehr werden vorzeitig zurückgegeben, weil sie niemand mehr pflegt oder pflegen kann.
Bis zum Ablauf der eigentlichen Ruhefrist muss die Stadt dann die Grabpflege durch Einsäen von Rasen übernehmen. Bis 2011 eine Gebühr von 30 Euro eingeführt wurde, waren Arbeitsaufwand und Materialkosten nicht gedeckt. Auch diese Gebühr musste jetzt auf 34,30 Euro erhöht werden.
Nach der Gebührenanpassung soll mit dem Zuschussgeschäft jetzt Schluss sein. Die Ausgaben von geschätzten 251 624 Euro im Jahr 2013 werden, falls die Hochrechnungen der Stadtverwaltung eintreffen, nach der aktuellen Kalkulation von den Einnahmen gedeckt. Mit der erneuten Anpassung der Gebührenordnung könnten damit jährlich rund 25 000 Euro beim Friedhofsunterhalt eingespart werden. aff

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