Leute treffen, Pils trinken, Musik hören

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Es ist das Fest, bei dem ganz Bitburg auf den Beinen ist: In zwei Wochen erwartet die Stadt zum Folklore-Festival wieder mehr als 60 000 Besucher. 32 Tanz- und Musikensembles aus Ländern von Mexiko über Schweden bis Bulgarien sind mit von der Partie. Keine Frage: Auch Bürgermeister Joachim Kandels freut sich.

Bitburg. Das Grenzlandtreffen, wie es viele Bitburger noch immer nennen, ist das größte Fest der Stadt. Was den Wittlichern die Säubrennerkirmes, den Menschen in Trier das Altstadtfest, das ist für Bitburg das Folklore-Festival. 1990 wurde es umbenannt, weil nach dem Fall des Eisernen Vorhangs zunehmend Gruppen aus Osteuropa nach Bitburg kamen und das Tanz- und Musikspektakel, das 1965 als Grenzlandtreffen seine Premiere gefeiert hat, bereicherten. Folkore-Festival 2013

Inzwischen hat es sich zu einem der größten seiner Art in ganz Deutschland gemausert - und bietet über die vier Tage von Freitag, 12., bis Montag, 15. Juli, mehr als Tracht und Blasmusik. Im Gespräch mit dem TV sagt Bürgermeister Joachim Kandels, was er mit dem Fest verbindet: Was macht für Sie das Besondere des Folklore-Festivals aus?Kandels: Das ist ganz klar die Vielfalt der Kulturen, die Jahr für Jahr in Bitburg aufeinandertreffen, die Ausgelassenheit, mit der gefeiert wird, und einfach diese besondere Stimmung, die dann in der Stadt herrscht. Warum finden Sie, dass sich ein Besuch immer wieder lohnt, auch wenn man das Fest bereits x-mal erlebt hat?Kandels: Das ist einfach eine gute Gelegenheit, Leute zu treffen, mit Menschen, die man vielleicht länger nicht gesehen hat, ins Gespräch zu kommen und neue Kontakte zu knüpfen. Es gibt Bitburger, die haben auf dem Fest ihre heutigen Partner aus einem fernen Land kennengelernt, aber auch zwischen Vereinen sind etliche langjährige Freundschaften entstanden.Und was ist Ihr persönlicher Tipp für Folklore-Festival-Neueinsteiger?Kandels: Drei Programmpunkte, die einen guten Überblick über die Vielfalt der vertretenen Nationen geben, sind der Treff der Kulturen am Samstagmorgen, der Einzug der Nationen am Samstagabend und der große Festumzug am Sonntag. Aber es macht auch einfach Spaß, durch die Stadt zu schlendern, wo die Gruppen an verschiedenen Ecken tanzen und musizieren. Sie kennen das Festival von Kindesbeinen an. Was ist eins der Erlebnisse, das Sie nicht vergessen werden?Kandels: Ach, da gibt es viele. Etwa, als ein Tänzer aus Neuseeland mit Nasenstupser begrüßt hat. Besonders ergreifend finde ich es auch, wenn Samstagabend die Nationalhymnen der Teilnehmerländer gespielt werden. Da bekomme ich Gänsehaut, wenn die Tänzer und Musiker feierlich mit den Fahnen ihrer Länder einziehen. Mit dem Musikverein Bitburg bin ich auch schon im strömenden Regen durch die Stadt marschiert. Da mussten hinterher die Kostüme etlicher Tänzer in einer Reinigungsfirma gefönt werden, damit zur Abendgala wieder alles sitzt.Ihr Tipp, wenn der Magen knurrt?Kandels: Ich gehe gerne zu dem Stand mit vietnamesischer Küche auf dem Festplatz. Und das Getränk des Festivals?Kandels: Frisch gezapftes Bitburger Pils. Aber ich trinke natürlich auch jede Menge Wasser. Es sind ja lange Tage. scho