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Linke und Bürgerinitiativen kämpfen gegen Fluglärm

Linke und Bürgerinitiativen kämpfen gegen Fluglärm

Sind die amerikanischen Flugplätze in Spangdahlem und Ramstein eine Gefahr für die Gesundheit, den Frieden und die Umwelt? Diese Frage beantworteten die Teilnehmer der Podiumsdiskussion der Partei Die Linke im Hotel Simonbräu in Bitburg mit Ja.

Bitburg. "Wir beanspruchen im Zusammenhang mit dem jüngsten Flugzeugabsturz in Laufeld das Recht, die Wahrheit zu erfahren", verlangte Richard Pestemer, Hunsrücker Ortsbürgermeister aus Neunkirchen. So wie er waren etliche Teilnehmer nach Bitburg gekommen, um Front gegen die amerikanischen Flugplätze in Spangdahlem und Ramstein zu machen. Pestemer saß mit den Bundestagsabgeordneten der Linken, Katrin Werner (Trier) und Inge Höger (Herford), dem AG Friedensaktivisten Markus Pflüger (Trier) und mit Günter Schneider (Binsfeld) von der regionalen Bürgerinitiative "Biegas" am Quertisch. Auf Einladung der Partei waren auch 13 Besucher gekommen, neben einigen wenigen Betroffenen aus der Region auch Vertreter von Bürgerinitiativen, etwa aus Kaiserslautern.
Das Militär kontrolliere sich selbst, Grenzwerte würden beliebig, aber zu Ungunsten der Bevölkerung geändert, die Wahrheit bleibe auf der Strecke. Die Bevölkerung lasse man im Unklaren über tatsächliche Kosten und Gefahren: So lauteten einige der wiederholt vorgetragenen Argumente. Ziel: Schließung aller Militärflugplätze. Mit einem Aktionsprogramm wollen Linke und Bürgerinitiativen sich besser gegen künftige Flugzeugabstürze wappnen. Um das zu erreichen, forderten Günter Schneider: "Wir müssen die Akzeptanz der Bevölkerung für die Basen brechen." Bündnisse von Bürgerinitiativen und koordinierte Aktionen, gepaart mit verstärkter Öffentlichkeitsarbeit, sollen zum Ziel führen. rh