Lob, Dank und Humpen

Mehr als 100 Gäste, viele Gläschen Sekt sowie noch mehr "Humpen" Bier und ein passendes Ambiete: Mit langjährigen Weggefährten und noch mehr Freunden feierte der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Irrel, Hans-Michael Bröhl, im Schloss Niederweis seine Verabschiedung in den Ruhestand.

Niederweis/Irrel. (neb) Ob die Mitarbeiter der Verbandsgemeinde-Verwaltung Irrel am Freitagmorgen wohl pünktlich an ihren Schreibtischen saßen? Ihr Chef Hans-Michael Bröhl ganz bestimmt: "Egal, wie viele Humpen ich am Abend vorher gehoben habe, am nächsten Morgen saß ich immer in meinem Büro", sagte der Bürgermeister der Verbandsgemeinde (VG) Irrel bei seiner feierlichen Verabschiedung im Schloss Niederweis. Und das, obwohl der beliebte VG-Chef, der zum Jahresende nach 27 Jahren an der Verwaltungsspitze in den Ruhestand geht, den Begriff des "Irreler Maßes" geprägt hat, wie Niko Billen von der CDU-Fraktion als Vertreter des Irreler VG-Rats in seiner Rede schilderte: "Fünf Gläser Bier sind ein Humpen, fünf Humpen ein Eimerchen, fünf Eimerchen ein Eimer - heute Abend ist wohl ein Eimer fällig!"

Mehr als 100 Gäste - unter ihnen die Landtagsabgeordnete Monika Fink, Landrat Roger Graef, die Verbandsbürgermeister des Eifelkreises beziehungsweise ihre Vertreter, viele Ortsbürgermeister aus der VG Irrel und auch etliche Luxemburger Weggefährten - nahmen sich diese Aufforderung zu Herzen und stießen mit Sekt und Bier auf den "Bürgermeister der Herzen" an, wie Erich Theis, Erster Beigeordneter der VG Irrel und langjähriger Weggefährte Bröhls, bei der Überreichung der Verabschiedungs-Urkunde sagte.

Sichtlich gerührt ließ der Geehrte die zahlreichen Lob- und Dankesworte über sich ergehen, in denen neben seinem Hang zu ausgiebigen Feiern vor allem sein großes Engagement für die Ortsgemeinden und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Luxemburg sowie sein immer offenes Ohr für die Bürger in seiner Verbandsgemeinde gewürdigt wurden. Doch auch der scheidende Bürgermeister ergriff das Wort, um zu danken: Er dankte seiner Frau Christa, die in den 27 Jahren allzu oft auf ihn verzichten musste, seinen beiden Sekretärinnen, die ihm in den Jahren im Rathaus stets zur Seite gestanden hatten, und allen Mitarbeitern in der VG. Bröhl schloss unter kräftigem Beifall seine Rede, wie nicht anders erwartet: "Jetzt machen wir das, was ich immer noch am besten kann: einen ordentlichen Humpen heben."