Lobby fürs Landleben

Mit "Landlobby" gibt es eine neue Plattform, Countrylife aktiv zu gestalten. Auf der Burg Rittersdorf formierten sich 17 Mitgliedsbetriebe aus Deutschland, Luxemburg und Belgien zu einer Interessengemeinschaft für ländliche Lebensart.

Rittersdorf. (red) "Unsere Gilde steht allen Betrieben mit einem ländlich-handwerklichen Angebot offen. Ziel ist es, sich gegenseitig auszutauschen und kooperativ zusammenzuarbeiten", erklärte Susanne Dehn vom Institut Bilmako, das dieses Projekt entwickelte. "Toleranz, Offenheit und Ehrlichkeit untereinander dafür zwingende Voraussetzung", formulierte die Initiatorin als Marschgepäck für alle Landlobby-Pioniere. Diese gaben auf dem Gründungsempfang nicht nur Visitenkarten, sondern auch Erfahrungswerte und Tipps an die Mitstreiter weiter."Für mich hat unser erstes Treffen sehr interessante Kontakte gebracht", fasste Wolfgang Wagner aus Geichlingen zusammen. Seit Jahren werben er und seine Ehefrau Uschi Wagner für exklusive Ferien auf dem Bauernhof. Beide kennen daher schon aus anderen Verbindungen die Vorteile von Netzwerken. "Ich sehe in Landlobby keine Konkurrenz, sondern eine wertvolle Ergänzung zu bestehenden Verbandsangeboten und freue mich auf die weitere Entwicklung des Projektes", sagte Wagner, der sich mit hochwertigen Bio-Salatölen aus der Eifel gerade einen neuen Produktbereich aufbaut und dafür noch geeignete Vertriebspartner sucht.Um dem ursprünglich aus England kommenden Lebensstil gerecht zu werden, wird eine breite Waren- und Dienstleistungspalette innerhalb der Gemeinschaft angestrebt. Regelmäßige Treffen und Seminare geplant

Neben Küche und Genuss zählen auch ländliches Wohnen und naturnahe Freizeitgestaltung zum Themenfeld von Landlobby, für das sich erfolgreiche Vollexistenzen wie die Historische Senfmühle in Monschau oder Geflügelhof Feinen in Metterich genauso begeistern konnten wie der Heidschnuckenhof Schultheis in Usch, der im Nebenerwerb geführt wird. Sie alle verbindet eine innovative Denkweise und ein großes Interesse an Kooperationen. Um das Projekt mit Leben zu füllen, sind regelmäßige Treffen geplant, zum Beispiel eine Besichtigung der Kaffeerösterei Mondo del Caffe in Echternach oder eine Weinprobe auf dem Winzerhof Pauly in Lieser. Neben den Gildestammtischen werden auch Marketingseminare zu Produktoptimierung, Hofladengestaltung oder persönlichem Verkauf angeboten. Betriebe, die sich der Landlobby-Gilde anschließen möchten, melden sich unter der Telefonnummer 0651/826726-0 oder per Mail unter der Adresse sd@landlobby.de.