Locke hatte keine Chance

Ein Höhepunkt jagt den anderen auf dem Weihnachtsmarkt in Bitburg. Am Montagnachmittag gab sich der Sportmoderator Ulli Potofski die Ehre. Auf der Bühne am Postplatz wollte er eigentlich aus seinen Büchern lesen. Aber es kam anders.

Bitburg. (lyv) "Schade, dass keine jüngeren Kinder hier sind", sagte der durch Rundfunk und Fernsehen bekannte Sportreporter und Moderator Ulli Potofski kurz vor der Veranstaltung. Zwar versammelte sich unter anderen die gesamte Jugend-Fußballmannschaft des FC Stahl auf dem Postplatz in Bitburg, um ihren Star zu sehen und zu hören, aber die Altersgruppe, die der Autor mit seinen "Locke"-Büchern anspricht, blieb lieber zu Hause in der warmen Stube. Auch die Ankündigung auf den unmittelbaren Auftritt von Bushido nahmen nur Einzelne ernst und brachte nicht mehr Publikum. Der Profi nahm das gelassen und wandelte das Spiel kurzerhand in einen 1:0-Sieg für sich, indem er die jungen Zuschauer als Fußballreporter oder Interview-Partner agieren ließ. Ein Konditionstraining zu Beginn lockerte die Stimmung, obwohl Schalke-Fan Potofski ohnehin keine Schwierigkeiten hatte, das Publikum zu begeistern. Lesen gehört nicht zu den Hobbys der jungen Kicker

Und zu gewinnen gab es auch noch reichlich: Eine nicht im Handel erhältliche CD, eines der Bücher "Locke bleibt am Ball" und "Locke stürmt weiter" oder auch einen Lederfußball. So recht begeistern konnte der Autor die Schüler mit seinen Schriftwerken nicht, denn Lesen gehörte nicht zu den Hobbys der jungen Fußballer, wie er leidvoll erfahren musste. "Die Bücher erzählen aus eurem Leben", sagte Potofski eindringlich und rang den Gewinnern gleich ein Versprechen ab, die Siegesprämie auch zu lesen. Nach einer Stunde Non-Stop-Unterhaltung ging es ins Finale, mit kalten Füßen und vielen Lederbällen, die die Fußballfans auffangen durften.