Lückenschluss mit neuer Asphaltdecke

Lünebach/Arzfeld · Eine Lücke weniger: Seit Montag wird der Radweg zwischen Lünebach und Arzfeld asphaltiert. Damit wird die Verbindung zwischen Prümtal- und Enztal-Radweg geschlossen. Die neu gewonnene Qualität soll im kommenden Jahr stärker vermarktet werden.

Lünebach/Arzfeld. Sesam, schließe dich: Nach mehreren Anläufen kann in der Verbandsgemeinde Arzfeld nun endlich Vollzug gemeldet werden. Der 21 Kilometer lange Radweg von Lünebach über Arzfeld nach Zweifelscheid wird asphaltiert.
Bislang war dort nur eine wassergebundene Decke, die für Inline-Skater nicht geeignet ist. Außerdem setzten Schnee und Regen dem Weg immer stärker zu, so dass die Qualität immer mehr nachließ. "Der Radweg ist die Verbindung von Neuerburg ins Prümtal und unheimlich wichtig für unser touristisches Konzept", hatte Andreas Kruppert, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Arzfeld, bei den Beratungen über den Ausbau betont. Deshalb sei dieser unbedingt notwendig (der TV berichtete).
In der vergangenen Woche sind die Vorarbeiten erfolgt, seit Montag ist die Firma Kohl-Bau aus Bitburg mit dem Fertiger im Einsatz. Die Arbeiten sind in drei Abschnitte unterteilt, so dass immer nur einzelne Strecken für die Radfahrer gesperrt werden müssen.
Begonnen wird zwischen Lünebach und Üttfeld-Bahnhof, dann folgt das Stück bis nach Arzfeld. Der Abschnitt zwischen dort und Zweifelscheid folgt zum Abschluss. Bis Anfang Oktober sollen die Asphalt-Arbeiten fertig sein, heißt es bei der Firma Kohl. Danach seien noch kleinere Restarbeiten, etwa an den Banketten zu erledigen, doch bis Mitte Oktober soll das Projekt komplett abgeschlossen sein.
Insgesamt investiert die Verbandsgemeinde Arzfeld rund eine Million Euro, 70 Prozent davon übernimmt das Land. Während der Arbeiten ist eine Umleitung für die Radfahrer ausgeschildert.
In der Touristinformation Arzfeld laufen indes schon die Vorbereitungen, wie man die Vermarktung verstärken kann. "Diese Investition ist für uns schließlich auch eine Verpflichtung", sagt Geschäftsführer Josef Freichels. Zum einen gebe es Gespräche, den Radbus zwischen Prüm und St. Vith auszuweiten. Im kommenden Jahr soll er zusätzlich über Neuerburg fahren und auch der Haltepunkt in Üttfeld soll wieder angefahren werden. In diesem Jahr war er aus dem Fahrplan gestrichen worden, weil er von den Radfahrern - wegen der schlechten Wegqualität - nicht angenommen worden war. Außerdem, sagt Freichels, arbeite man mit den Kollegen in Prüm und Neuerburg daran, neue Pauschalprogramme anzubieten, bei denen Radfahrer etwa mehrtägige Touren durch die Eifel machen können und das Gepäck von einem Etappenort zum nächsten transportiert wird.
Mit dem jetzigen Lückenschluss eröffnen sich dabei neue Möglichkeiten. Dabei verbindet der neue Radweg künftig nicht nur die Orte Neuerburg, Arzfeld und Prüm, auch die Kooperation der Tourist-Informationen der drei Verbandsgemeinden werde weiter verstärkt, sagt Freichels.
Video unter www.volksfreund.de/video
(ab 16 Uhr)
Der Enztal-Radweg trennt sich oberhalb von Lünebach vom Prümtalradweg und verläuft auf einer alten Bahntrasse bis nach Neuerburg. Ab dort führt er, teils auf Straßen, teils auf eigenen Wegen, bis nach Holsthum, wo er wieder auf den Prümtalradweg stößt. Insgesamt ist die Strecke rund 50 Kilometer lang. Durch die Trassenführung auf der alten Bahnstrecke überwindet er die Höhendifferenz zwischen dem Prümtal und Arzfeld mit einer langen, aber geringen Steigung von rund 1,5 Prozent. 2004 hatte der Arzfelder Verbandsgemeinderat beschlossen, die alte Bahntrasse zwischen Zweifelscheid und Pronsfeld in einen Radweg umzubauen. Aus Kostengründen wurde er zunächst nicht asphaltiert, sondern mit einer wassergebundenen Decke versehen. 2005 wurde das erste Teilstück von Zweifelscheid bis Arzfeld eröffnet, 2008 dann der zweite Teil von Arzfeld bis nach Lünebach. Im vergangenen Jahr wurde der Beschluss gefasst, nun auch die Asphaltdecke aufzubringen. ch

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