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Machbarkeitsstudie für das alte Schwimmbad in Schönecken ist bald da

Machbarkeitsstudie : Schönecker Rat befasst sich weiter mit der Zukunft des stillgelegten Schwimmbads

Die Machbarkeitsstudie für das alte Schwimmbad in Schönecken ist so gut wie fertig. Neben dem Abriss der Sanitäranlagen rückt die Renovierung des Jugendcamps verstärkt in den Fokus.

Einmal wurde die Sitzung coronabedingt schon verschoben, doch beim zweiten Anlauf klappte es: Der Schönecker Gemeinderat traf sich am Mittwochabend im Forum im Flecken.

Denn ohne Beschluss kann es nicht weitergehen mit der Erweiterung des Gewerbegebiets „Beim Haubrunnen“. Dort will die Zimmerei Simonis ihren Betrieb erweitern. Der Rat gab grünes Licht, der Investor ist nun also einen Schritt weiter.

Eher in Trippelschritten verlaufen die Planungen für das alte Schwimmbad und das Jugendlager (der TV berichtete). Zwar wurde das erste Konzept der Machbarkeitsstudie nochmal leicht angepasst, aber eine fundierte Kostenrechnung gebe es noch nicht, sagt Ortsbürgermeister Johannes Arenth (CDU). Das überarbeitete Konzept wird mit Spannung erwartet.

Dennoch wollte er den Rat auf den neusten Stand bringen. Zu beschließen gab es an dem Abend noch nichts. Trotzdem entzündeten sich an diesem Tagesordungspunkt die meisten Diskussionen.

Stand der Planungen im Juli war, dass das Jugendlager saniert werden soll. Außerdem wolle man ein neues Sanitär-Gebäude errichten, da sich die Toiletten im Haupthaus befinden. Zusätzlich sollen dort, wo jetzt das Spielfeld ist, Tipis und Grillhütte entstehen.

Auf dem Schwimmbadgelände wäre Platz für Spielfelder (zum Teil mit Überdachung), Kletteranlage und Spielgeräte, vorausgesetzt, dass das Gebäude abgerissen wird. Entlang der Straße sind Stellplätze für Wohnimmobilie geplant.

Wichtig ist dem Bürgermeister, dass die Ortsgemeinde das personell gestemmt bekommt. Also sollen die neuen Einrichtungen möglichst ohne Beaufsichtigung genutzt werden können. „Wir können nicht noch jemanden einstellen, der das betreut“, sagt Arenth.

Auch Tagestourismus ist nicht unbedingt gewollt. „Wir können den Anwohnern nicht zumuten, dass dort dauernd Verkehr herrscht.“ Vielmehr seien die Familien, vor allem die Schönecker Jugendlichen, die Zielgruppe, um die es gehe.

Arenth rechnet damit, dass Ende November das überarbeitete Konzept mit den Vorschlägen und entsprechender Kostenrechnung vorliegt. Die Verbandsgemeinde (VG) Prüm hatte die Studie in Auftrag gegeben. „Bisher haben wir nur ein Arbeitspapier“, sagt VG-Kämmerer Anton Karp. Zunächst gehe der Entwurf in die zuständigen Ausschüsse. Später werde der VG-Rat darüber sprechen. Auch die Ortsgemeinde Schönecken habe zu einem späteren Zeitpunkt Mitspracherecht. „Alle konkreten Planungen erfolgen nur mit Zustimmung der Ortsgemeinde“, sagt Karp, „da gibt es nur einen gemeinsamen Weg“.

Im Ortsgemeinderat hat genau das zu Irritationen geführt. Anja Görres-Biewald (FWG) fand es „sehr kurios“, dass ein Konzept erstellt werde, ohne die Schönecker Bürger von Anfang bis Ende zu beteiligen. Werner Krämer (CDU) mahnte zur Vorsicht, nicht zu viele Forderungen zu stellen. „Wir müssen ein Konzept haben, das vernünftig ist.“ „Ende November wissen wir mehr“, sagt Arenth, „noch ist nichts in Stein gemeißelt“.

Nach wir vor stellt sich allerdings die Frage der Fördermöglichkeit. 2018 gab es einen Grundsatzbeschluss des VG-Rats Prüm zum Bau einer Freizeitanlage und zur Sanierung des Jugendlagers. Das Ganze sollte mit Konversionsmitteln bezuschusst werden, so die Hoffnung. Doch daraus wurde nichts. „Die Förderung wurde abgelehnt mit der Begründung, es gebe unzählige stillgelegte Bäder im Land und man möchte keine Präzedenzfälle schaffen“, sagt Arenth.

Das Konzept stand eigentlich schon bei der jüngsten VG-Ratssitzung auf der Tagesordnung, die wegen der Corona-Pandemie abgesagt wurde. Neuer Termin ist der 8. Dezember. Doch auch dahinter setzt Anton Karp ein Fragezeichen. „So, wie wir jetzt wieder durcheinandergewirbelt wurden, kann sich das auch wieder ändern.“

Die Schönecker werden sich also weiter in Geduld üben müssen.