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Magere Ernte gefährdet Brauchtumspflege

Magere Ernte gefährdet Brauchtumspflege

Die Schönecker Ortsgemeinde hat zum zweiten Mal zum Rübenlaternenschnitzen eingeladen. Fast scheiterte die Aktion an der Natur: Die Ernte auf dem gemeindeeigenen Rübenfeld fiel zu mager aus.

 Um eine Runkel zu einer schaurigen Laterne zu schnitzen, bedarf es Geduld und Kraft. TV-Fotos (2): Frank Auffenberg
Um eine Runkel zu einer schaurigen Laterne zu schnitzen, bedarf es Geduld und Kraft. TV-Fotos (2): Frank Auffenberg Foto: Frank Auffenberg (aff) ("TV-Upload Auffenberg"

Schönecken. Rund um das St.-Martins-Fest wurden einst überall in der Eifel Rübenlaternen geschnitzt, doch das Brauchtum gerät immer mehr in Vergessenheit. Seit vorigem Jahr versucht die Ortsgemeinde Schönecken dem etwas entgegenzusetzen (der TV berichtete). Zum zweiten Mal wurde nun zum großen Rübenschnitzen ins Gemeindehaus eingeladen. Mit Löffeln, Messern und Apfelentkernern rückten junge und alte Runkelschnitzer den Rüben auf die Pelle und verwandelten sie in schaurige Laternen. "Gar nicht so einfach", findet Linda Weber, die mit ihrem Neffen Lukas (6) im Forum im Flecken vorbeischaute. "Ich habe das selbst als Kind nie gemacht und stellte mir die Rüben nicht so hart vor."
"Mit Geduld und Kraft klappt es aber", sprach Ortsbürgermeister Matthias Antony allen Anfängern Mut zu. Er freue sich, dass wieder so viele Schönecker mitmachten. Dabei war die zweite Schnitzaktion kurz sogar in Gefahr. "Wir pflanzten wie im Vorjahr wieder ein dorfeigenes Rübenfeld an - das gab aber trotz Düngens nicht die gewünschte Ernte. Glücklicherweise konnte man im Raum Bitburg noch einen Bauern finden, bei dem Rüben von einem privaten Spender zugekauft werden konnten. aff