Man nehme 140 Kilogramm Hackfleisch: Frikadellen für Gäste aus aller Welt

Man nehme 140 Kilogramm Hackfleisch: Frikadellen für Gäste aus aller Welt

Wenn zum Folklore-Festival ab Freitag, 12. Juli, wieder mehr als 30 Tanz- und Musikgruppen aus aller Welt in Bitburg für Stimmung sorgen, ist ein Team hinter den Kulissen ganz wichtig, damit keiner der Teilnehmer hungern muss: Willi Schabo kocht mit den Helfern vom DRK über die Festivaltage mehr als 3600 Essen.

Bitburg. In einer Woche fällt der Startschuss: Zum Folklore-Festival treffen sich in Bitburg von Freitag, 12., bis Montag, 15. Juli, 30 Tanz- und Musikgruppen aus aller Herren Länder - von Mexiko über Schweden bis Bulgarien. Folkore-Festival 2013

Und die Teilnehmer müssen zwischendurch natürlich auch was essen, damit ihnen bei ihren vielen Auftritten rund um die vier Festivaltage nicht irgendwann der Magen auf den Knien hängt. Dass das nicht passiert, ist Aufgabe von Willi Schabo (61) aus Holsthum, der beim Festival als Küchen-Chef im Haus der Jugend dafür sorgt, dass rund 3600 Essen für die Teilnehmer zubereitet werden. Unterstützt wird das Team vom DRK Irrel dabei von Helfern der Ortsvereine Arzfeld und Kyllburg. Damit alles reibungslos läuft, sind mehr als 35 Mann im Einsatz. Die Zutatenlisten lesen sich gigantisch: Für 800 Frikadellen werden 20 Kilo Zwiebeln und 140 Kilo Hackfleisch verarbeitet. Im Gespräch mit dem TV erzählt Schabo, was er mit dem Fest verbindet. Was macht für Sie das Besondere des Folklore-Festivals aus?Schabo: Das ist das ganze Miteinander. Sowohl bei uns hinter den Kulissen im Helferteam. Aber auch zwischen den Gruppen der verschiedenen Länder. Und die Stimmung in der Stadt. Uns macht es natürlich auch Spaß zu sehen, dass Bulgaren oder Italiener auch heimische Gerichte wie Frikadellen mit Püree und Rotkohl mit Genuss verspeisen. Ich bin jetzt wieder Wochen im Voraus von Leuten gefragt worden, ob sie wieder im DRK-Team helfen können. Das zeigt ja auch: Die haben alle Spaß an dem Fest und engagieren sich gerne. Das ist auf jeden Fall etwas Besonderes.Warum finden Sie, dass sich ein Besuch immer wieder lohnt, auch wenn man das Fest schon x-mal erlebt hat?Schabo: Das Folklore-Festival bietet einfach eine tolle Möglichkeit, Menschen aus anderen Kulturen und Ländern kennenzulernen und mehr Verständnis im Umgang miteinander zu entwickeln. Da ja jedes Jahr andere Nationen und andere Ensembles vertreten sind, ist es immer wieder neu. Ich finde es spannend, diese multikulturelle Feiergemeinschaft, die Bitburg dann bevölkert. Und was ist Ihr Tipp für Folklore-Festival-Neueinsteiger?Schabo: Wer das Fest noch gar nicht kennt, sollte sich auf jeden Fall am Sonntagnachmittag den Umzug ansehen. Da marschieren zwischen den Gruppen aus aller Welt auch viele hiesige Vereine. Und ich persönlich finde auch die Atmosphäre am Montag sehr schön. Da lohnt sich ein Spaziergang durch die Stadt, wo die Gruppen an verschiedenen Orten musizieren und tanzen. Was ist eins der Erlebnisse, das Sie nicht vergessen werden?Schabo: Das sind die Begegnungen mit Menschen aus anderen Ländern. Ich hatte vor etwa 40 Jahren mal Gelegenheit, mit einer Gruppe aus Israel ins Gespräch zu kommen. Das fand ich sehr spannend sowohl vor dem geschichtlichen Hintergrund wie auch in der damals aktuellen politischen Situation. Ich kann mich auch heute noch an die Musik und die Tänze dieser Gruppe erinnern. Das hat sich irgendwie eingeprägt. Rührend fand ich beispielsweise auch vor zwei Jahren die Neuseeländer, die vor ihrer Abreise extra noch dem Küchenteam ein Ständchen zum Dank gespielt haben. Es gibt sehr viele solcher schönen Begegnungen rund um das Fest. Was machen, wenn der Magen knurrt?Schabo: Ich freue mich natürlich, wenn es den Teilnehmern bei uns schmeckt. Und die vielen anderen Gäste sollten es leicht haben, was Passendes zu finden. Ich finde, dass Bitburg gastronomisch sehr viel bietet. Ob bei den Ständen auf dem Festplatz oder auch in den vielen guten Gasthäusern. Da sollte kein Magen lange knurren. Und das Getränk des Festivals?Schabo: Ein schönes Bitburger Bier zum Feierabend. Das ist für mich das Beste. scho

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