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Mann aus der Eifel ruft Polizei, weil Drohne in seinem Garten landet

Sicherheit und Technik : Polizei ermittelt wegen Drohne über Schönecken

Die Polizei Prüm sucht nach dem Piloten einer Drohne, die in der Eifel für Aufregung gesorgt hat.

Ein Bürger aus Schönecken hat am Samstag nicht schlecht gestaunt, als er die Drohne entdeckte. Ohne, dass der Pilot ihn vorher gefragt hätte, surrte das Gerät über sein Grundstück. Bis es schließlich dort landete und sich nicht mehr weiter bewegte.

Inzwischen liegt die Flugmaschine jedoch nicht mehr in Schönecken, sondern in der Tiergartenstraße 82 in Prüm. Denn der Mann, der die Drohne gesichtet hat, hat die Polizei informiert. Und die hat den kleinen Flieger in die Inspektion mitgenommen und Ermittlungen aufgenommen.

„Ob eine Straftat vorliegt, ist nicht sicher“, stellt Hauptkommissar Lambert Peters klar. Schließlich könne es auch sein, dass hinter dem Drohnenflug keine böse Absicht stand. Vielleicht sei das Gerät das Spielzeug eines Kindes oder eines unbedarften Piloten: „Es kennt sich ja nicht jeder Besitzer mit der Rechtslage aus.“

Denn steuern kann die Flugroboter zwar jeder. Einen Führerschein braucht es nicht. Regeln gibt es aber trotzdem. So darf etwa nicht über Krankenhäusern, Militäranlagen, Gefängnissen, Kraftwerken, Flughäfen, aber auch Menschenmengen, geflogen werden. Zudem braucht es für das Ausspähen von Privatgelände eine Genehmigung.

Tatsächlich passiert es aber nicht zum ersten Mal, dass ein Eifeler diese Gesetze bricht. So spähte ein Flugroboter 2020 in das Wohnzimmer einer Herforsterin hinein und 2019 in die Krankenzimmer der Gerolsteiner Marienhaus-Klinik. Die Ermittlungen zu den Vorfällen verliefen allerdings im Sande, genau wie die Suche nach dem Piloten, der mit seinem Gerät immer wieder zu nah an die Air Base Spangdahlem heran flog. Zum Glück kommt solcher Missbrauch aber nicht allzu häufig vor, wie Hauptkommissar Peters sagt: „Die Anzahl der Fälle liegt im eher niedrigen Bereich. Ab und an gibt es solche Mitteilungen, aber es bleiben doch Ausnahmedelikte.“

Im Fall der Schönecker Drohne sind derweil noch Fragen offen. Die Polizei hat weder Hinweise auf den Eigentümer. Noch wissen die Ermittler, warum er den Mini-Helikopter ausgerechnet dort steigen und landen ließ. Denn abgestürzt sei die Maschine wohl nicht, sagt Peters: „Die Drohne scheint soweit intakt zu sein.“

Wenn der Besitzer sie zurückhaben möchte, kann er sich unter Telefon: 06551/9520 oder E-Mail: pipruem.dgl@polizei.rlp.de mit der Inspektion in Verbindung setzen. Aber auch an den Hinweisen von Zeugen sind die Beamten in Prüm interessiert.