Marktplatz bald wieder frei

Marktplatz bald wieder frei

KYLLBURG. Während der Ausbau der Straße Am Marktplatz auf die Zielgerade einbiegt, nimmt die Stadt Kyllburg die Sanierung der alten Kyllbrücke ins Visier. "50 Jahre Wiederverleihung der Stadtrechte" wird vom 13. bis 17. Juli gefeiert.

Die öffentliche Sitzung des Kyllburger Stadtrats am Dienstagabend enthielt wenig Beschlüsse, verlief jedoch aufgrund einiger Kritikpunkte recht zerfahren. Stadtbürgermeister Winfried Müller (parteilos) teilte mit, der erste Bauabschnitt beim Ausbau der Straße "Am Marktplatz" stehe unmittelbar vor dem Abschluss. Die Sperrung der Durchfahrt wird aufgehoben. Stattdessen wird die Stiftstraße wegen der Anschlussarbeiten voraussichtlich ab Montag, 19. Juni, für eine Woche zu einer Sackgasse.Nach Signal aus Mainz: Rat macht Tempo

Einen wichtigen Schritt machte der Rat auf dem Weg zur Sanierung der alten Kyllbrücke. Hintergrund ist die in Aussicht gestellte Förderung durch das Land. Der Bauausschuss und der Ausschuss für Städtebau und Strukturentwicklung sprachen darüber mit den beteiligten Büros Isu und Bastgen. Einstimmig beschloss der Rat die Auftragsvergabe für eine zügige Planung und Kostenermittlung durch die beiden Büros unter dem Vorbehalt einer Zustimmung durch die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion. Stadtbürgermeister und Verwaltung sollen mit dem Kreiswasserwerk über eine Kostenbeteiligung verhandeln.Streit über Suche nach Sponsoren

Gleich zwei Großereignisse prägen Kyllburg vom 13. bis 17. Juli: 50 Jahre Wiederverleihung der Stadtrechte und der 106. Deutschen Wandertag. Im Rat erhitzten sich die Gemüter über die Anwerbung von Sponsoren für das Fest, deren Ergebnis nicht zufrieden stellend ausfiel. CDU-Fraktionssprecher Thomas Etteldorf und der Erste Beigeordneter Reinhold Schneider (CDU) erinnerten an ihr Angebot, bei der Sponsorenansprache zu helfen. Der Stadtbürgermeister sei darauf jedoch nie eingegangen. Alois Keppers (Bürger für Kyllburg) verwies auf eine lange Diskussion über die Formulierung des Anschreibens. Erst hinterher habe sich herausgestellt, dass damals schon Briefe verschickt waren. Nach weiteren Vorwürfen aus den Reihen der CDU in Richtung Winfried Müller mahnte Keppers allerdings zur Mäßigung: "Die CDU wollte unbedingt beide Beigeordneten-Posten. Es ist Aufgabe der Beigeordneten, den Stadtbürgermeister zu unterstützen." Der Zweite Beigeordneter Georg Zahnen (CDU) monierte wiederholte Mängel bei der Umsetzung von Ratsbeschlüssen durch den Stadtbürgermeister: "Es liegt nicht am guten Willen von Herrn Müller." Müller informierte über ein Bauvorhaben der Deutschen Bahn in der Nähe der Zuwegung zum Kyllburger Freibad. Die Arbeiten sollen eine zweiwöchige Ampel-Regelung erfordern. Im Rat herrschte schnell Einigkeit darüber, dass die Bahn diese Arbeiten auf jeden Fall außerhalb der Badesaison erledigen müsse, um den Verkehr während der buchstäblich heißen Phase nicht unnötig zu behindern. Der Stadtbürgermeister solle dies der Bahn mitteilen. Dem vereinbarten Kompromiss bei der Fischereipacht (der TV berichtete) stimmte der Rat bei einer Gegenstimme (Christoph Rebellius, CDU) zu. Das verlängerte Festwochenende in Kyllburg beginnt am Donnerstag, 13. Juli, mit einem großen Krammarkt. Die genaue Uhrzeit des Festakts am Freitag, 14. Juli, in der Stiftskirche steht noch nicht fest. Der Samstag steht im Zeichen von Markttreiben und Musik. Das Programm am Sonntag beginnt mit einem Festgottesdienst um 11 Uhr, an den sich ein Frühschoppenkonzert des Musikvereins Kyllburg anschließt.