Martin Schöneich erhält Prümer Kaiser-Lothar-Preis

Kultur : Kaiser-Lothar-Preis in Prüm geht an  Martin Schöneich

Seine Skulpturen sieht man seit vielen Jahren in Prüm, im Sommer ist er einer von acht ausgewählten Künstlern beim großen Bildhauer-Symposium in der Islek-Gemeinde Lützkampen-Welchenhausen (der TV berichtete).

Und er schuf das beeindruckende Denkmal, das in Winnenden an den Amoklauf vor zehn Jahren erinnert: Martin Schöneich.

Jetzt haben die Stadt Prüm und die Europäische Vereinigung Bildender Künstler aus Eifel und Ardennen (EVBK) bekannt gegeben, dass der Bildhauer aus Vorderweidenthal an der südliche Weinstraße in diesem Jahr den Prümer Kaiser-Lothar-Preis erhalten wird.

Schöneich ist 64 Jahre alt, er beteiligt sich seit mehr als 20 Jahren an den Prüer Ausstellungen der EVBK – die große Jahresschau ist dort diesen Sommer zum 65. Mal in der ehemaligen Abtei – und zählt, so heißt es in der Mitteilung, zu den renommiertesten Bildhauern in Rheinland-Pfalz. Nach einer Lehre als Modellschreiner in Frankenthal wurde er Meisterschüler bei Professor Erich Koch an der Münchener Kunstakademie. Seine Arbeiten reichen „von Kleinpastiken aus Holz und Bronze“ bis zu großen Skulpturen aus Stahl, Holz und Sandstein im öffentlichen Raum. Auch in Winnenden bei Stuttgart: 2014 gewann Schöneich den Ideenwettbewerb für die Gedenkstätte zum Amoklauf an der Albertville-Realschule vor zehn Jahren – mit seiner Großplastik „Gebrochener Ring“.

Die Jury der Künstlervereinigung verweist in ihrer Begründung für die Preisentscheidung auf „die kraftvolle Dynamik von Schöneichs Arbeiten“, die „sowohl Natur- als auch geometrische, konstruktive Formen reflektieren“.

Der Kaiser-Lothar-Preis, dotiert mit 2500 Euro, wird jedes Jahr von der Stadt Prüm gestiftet und verliehen bei der Eröffnung der EVBK-Jahresausstellung. Termin für die Eröffnungsfeier in diesem Jahr: Samstag, 6. Juli, 15 Uhr.

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