Matinee im Schloss Weilerbach für Heine-Fans

Kultur : Heinrich Heine mal ganz anders

(utz) „Denk ich an Deutschland in der Nacht …“. Na, dämmert’s? „Dann bin ich um den Schlaf gebracht...“ – exakt: Heinrich Heine. Manch einer (eingefleischte Heine-Fans sind natürlich nicht gemeint) mag  eher denken: „Denk ich an den Heine in der Nacht...“ Erinnerungen an heruntergeleierte Verse und langatmige Interpretationsversuche im Deutschunterricht werden wach, gekrönt vom Ergebnis, dass die Heine-Lektüre anschließend im Schrank verstaubte.

Das wäre jammerschade, findet Claude Weber, Pianist beim Ensemble Kalliope. Und hat auch eine Lösung parat: zur Heine-Matinee am Sonntag ins Schloss Weilerbach kommen. Denn, so Weber: „Heine ist spannend, top-aktuell und eine viel farbigere Gestalt, als man denkt.“

Er sei ein Rebell gewesen, ein Widerspenstiger, eine spannende Person. Und all das soll an diesem Vormittag auch spürbar sein. Moderatorin Nadine Hoffmann wird  Biografisches vortragen und dabei Anekdoten erzählen, die weitgehend unbekannt sind. Schauspieler Hilmar Berndt (Theater Trier) trägt die Heine-Gedichte und Auszüge aus der „Harzreise“ vor. Und Bassbariton Carlo Entringer singt Heine-Lieder, begleitet von Claude Weber.

All das solle zeigen, „wie lebendig“ dieser Heine war, sagt Claude Weber, der die Heine-Matinee schon einige Male mit seinen Mitstreitern gezeigt hat. Seine Erfahrung: „Das Publikum ist überrascht, welch  abenteuerliche Persönlichkeit  Heine war.“

Das Ensemble Kalliope präsentiert am Sonntag, 12. Mai, von 11 bis 12.30 Uhr  im Schloss Weilerbach die Heinrich-Heine-Matinee  „Denk ich an Deutschland in der Nacht …“ –  eine Gemeinschaftsveranstaltung der Jazz-Initiative Eifel und der Schloss-Weilerbach-Gesellschaft. Tickets (10 Euro, mit Essen 25 Euro)  unter Telefon 06561/154270.