Mehr als nur alte Ansichten

Mehr als nur alte Ansichten

BICKENDORF. Viele alte und auch einige neue Fotografien aus Bickendorf und von Bickendorfern sind am Sonntag in der Nimstalgemeinde zu sehen. Die Arbeitsgemeinschaft Heimatkunde aus der Gemeinde hat die Bilder gesichtet und zusammengestellt.

Den Machern der Ausstellung von alten und neuen Fotografien aus Bickendorf und von Bickendorfern geht es nicht allein darum, hübsche Bilder zu präsentieren. "Wir wollen den Besuchern auch zeigen, wie sich das Dorf verändert hat", sagt Franz Rudolf Weides von der Arbeitsgemeinschaft Heimatkunde Bickendorf im Volksbildungswerk Bitburg-Land. Bisher 850 Aufnahmen archiviert

Er und seine Mitstreiter haben in den vergangen Wochen zahlreiche Bilder vor allem aus der Zeit zwischen 1890 und 1950 gesammelt und gesichtet. Bisher sind so rund 850 Aufnahmen zusammen gekommen. Und es werden immer noch mehr. "Die Originale werden gescannt und den Besitzern wieder zurückgegeben", sagt Nicole Rauen. Schließlich handelt es sich größtenteils um Erinnerungsstücke. Einige der rund 150 ausgestellten Bilder erhielten die historisch Interessierten, weil Dorfbewohner vom Vorhaben der Arbeitsgemeinschaft gehört hatten und daraufhin die heimischen Bestände durchforsteten. Rund zwölf Monate Vorbereitungszeit haben die insgesamt neun Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft in die kommende Ausstellung investiert, sagt Dietmar Schons. Am Sonntag werden die Bilder vor allem aus den Bereichen Landwirtschaft, Architektur oder Schule zwischen 10 und 17 Uhr in der Mehrzweckhalle der Grundschule zu sehen sein. Für Kaffee und Kuchen ist natürlich ausreichend gesorgt, um das Ausstellungserlebnis richtig abzurunden. Gezeigt werden am Sonntag auch 21 Ansichten aus der Nimstalgemeinde, bei denen zu sehen ist, wie sich Gebäude und Dorfpartien im Laufe der Zeit verändert haben. Dabei geht es nicht nur darum zu sehen, wie hübsch und herausgeputzt heute alles ist. Die eine oder andere Aufnahme zeigt, dass vor Jahren so manches Haus noch besser in Schuss war. Als gewünschten Nebeneffekt der Ausstellung erhoffen sich die Macher, dass die historisch Interessierten in Erfahrung bringen, wer auf einigen Bildern zu sehen ist. Bei manchen Gruppenbildern sind die abgebildeten Menschen bisher gar nicht oder nur teilweise identifiziert, sagt Bruno Rauen, vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft. Besucher können diesem Mangel dadurch Abhilfe schaffen, indem sie Namen ergänzen.

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