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Mehr Bäume in der Wolsfelder Ortsmitte

Mehr Bäume in der Wolsfelder Ortsmitte

Vor drei Jahren ist die für sieben Millionen Euro gebaute B-257-Ortsumgehung bei Wolsfeld eröffnet worden. Die Zeiten, in denen täglich rund 10 000 Fahrzeuge durch das Dorf geschleust wurden, sind damit Geschichte. Nach wie vor vorhanden ist jedoch die bis zu acht Meter breite Trasse der Europastraße, die nun vom kommenden Frühjahr an zurückgebaut werden soll.

Wolsfeld. Ihren Namen darf sie zwar behalten, doch eine Europastraße im eigentlichen Sinne ist die Nord-Süd-Verkehrsachse damit nicht mehr. Genauso wenig wie eine Bundesstraße. Denn dieser Status wurde aufgehoben. Aus der B 257 ist nun im nördlichen Teil der Ortslage bis zur Abfahrt Meckeler Straße (L2) eine Landstraße und südlich davon sogar eine Gemeindestraße geworden. Das klingt nach Rückschritt. Doch gibt es für diese Abstufung, die vor wenigen Wochen offiziell vollzogen wurde, einen Grund und eine Notwendigkeit. Der Grund ist die vor drei Jahren eröffnete Umgehung, in die der Bund sieben Millionen Euro investiert hat. Seitdem wird der Verkehr zwischen Bitburg und Echternach nicht mehr durch die Ortslage geschleust, sondern er fließt östlich an Wolsfeld vorbei. Der Verlauf der B 257 hat sich dadurch verändert, womit wir bei der Notwendigkeit der Abstufung wären. An die Transit-Ära und die damit verbundene Verkehrsbelastung (bis zu 10 000 Fahrzeuge täglich) erinnert nämlich nach wie vor die breite Trasse der Europastraße. Seit zwei Jahren laufen deshalb in Wolsfeld die Planungen zur Umgestaltung der Straße. Für deren Beginn war aber die Abstufung notwendig. Nachdem das jetzt erledigt ist, steht nun der nächste Schritt an. So soll nach Auskunft des Landesbetriebs Mobilität (LBM) Gerolstein Anfang 2012 die Ausschreibung erfolgen und unmittelbar im Anschluss daran die Umsetzung. Geplant ist dabei, die rund einen Kilometer lange Ortsdurchfahrt zurückzubauen. Statt der derzeitigen Fahrbahnbreite von durchschnittlich 7,25 Metern sollen es zukünftig maximal 5,75 Meter sein. Im Gegenzug entstehen dafür zwischen Fahrbahn und Bürgersteig Grünflächen. Rund 1,3 Millionen Euro, die zum Großteil vom Bund übernommen werden, soll das Straßenbauprojekt, das auch eine Bushaltestelle, einen Parkplatz und eine Verkehrsberuhigung am südlichen Ortseingang vorsieht, insgesamt kosten. In dieser Summe enthalten sind aber auch die rund 560 000 Euro für Gehwege und Beleuchtung, die Wolsfeld übernehmen muss. Paul Schäfer, Mitglied des Gemeinderats und als ehemaliger Bauingenieur für die Planung und Koordination vor Ort maßgeblich zuständig, rechnet mit 340 000 bis 350 000 Euro, die von den Bürgern übernommen werden müssen. Umgerechnet wären das rund 1,50 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche. Nachdem es anfangs Widerstand dagegen gegeben hatte, dass nicht nur die Anlieger, sondern weitgehend alle Haushalte an den Kosten beteiligt werden sollen (der TV berichtete), habe sich die Lage zwischenzeitlich wieder beruhigt, erklärt Schäfer. Dem Vorhaben stehe nichts mehr entgegen. "Wir wollen es 2012 umsetzen", erklärt der Ingenieur. "Und es ist uns ein wichtiges Anliegen, mit Hilfe des LBM die Beeinträchtigung für die Gewerbebetriebe dabei so gering wie möglich zu halten", fügt er hinzu. Um das zu erreichen, sei deshalb geplant, den Rückbau in mehrere Abschnitte einzuteilen. Lediglich die Deckschicht solle dann komplett aufgetragen werden, erklärt Schäfer, allerdings werde man versuchen, diese Arbeiten auf ein Wochenende zu legen. scho Video zum Thema unter volksfreund.de/videos Extra

Nachdem der dreispurige Ausbau der B 257 zwischen Bitburg und Wolsfeld abgeschlossen ist, steht 2012 die Anschlussstelle bei Niederweis an. Wie Niederweis sollen auch die Gemeinden Messerich und Alsdorf einen kreuzungsfreien Anschluss bekommen - genau wie Wolsfeld. An dem dort mit dem Bau der Umgehung eingerichteten Knotenpunkt hatte sich unmittelbar nach der Freigabe ein tödlicher Unfall ereignet. Die Forderung nach mehr Sicherheit wurde lauter. Mit dem Bau der drei Anschlüsse sowie mit dem dreispurigen Ausbau der Bundesstraße zwischen Wolsfeld und Niederweis ist nach Einschätzung des Landesbetriebs Mobilität frühestens in zwei bis drei Jahren zu rechnen. uhe