Mehr Geld für Prüm: Land gibt weitere 375000 Euro.

Stadtentwicklung : Nach der Baustelle ist vor der Baustelle

Die Stadt Prüm erhält weiteres Geld von der Landesregierung – das nützt auch den Bürgern, die im Zentrum ihr Haus sanieren wollen.

Da kommt wieder was: Die Stadt Prüm erhält noch einmal 375 000 Euro aus dem Bund-Länder-Programm „Aktive Stadtzentren“. Damit, heißt es in einer Mitteilung von Landes-Innenminister Roger Lewenz (SPD), können die Prümer die laufende Entwicklung der Innenstadt fortführen. Das Land und der Bund unterstützen die Stadt seit 2008 dabei, insgesamt stellte man in dieser Zeit 5,73 Millionen Euro bereit.

Was machen die Prümer damit? Weiter sanieren, sagt Stadtbürgermeister Johannes Reuschen: Die nächsten Vorhaben seien unter anderem das Parkdeck am Friedhof, der Rest der Spitalstraße, die Stiftsgasse – und der Fuhrweg, das schmale Gässchen, das von der Kalvarienbergstraße hinunter zum Hahnplatz führt. Der wiederum spiele aktuell keine Rolle: Von dem Geld, sagt Reuschen, „ist nichts mehr für den Hahnplatz eingeplant“. Der umgebaute Platz ist unterdessen noch nicht von der Stadt abgenommen: Derzeit gehe man mit der Trierer Baufirma Schnorpfeil alles durch, das dauere noch, „aber das läuft sehr ordentlich“, sagt Reuschen.

Das Landesprogramm nutzt unterdessen nicht zuletzt den Bürgern: Privateute und Gewerbetreibende können davon bei ihren Sanierungsvorhaben profitieren. Reuschen weist darauf hin, dass dieses Programm aber Ende 2021 ausläuft. Wer also noch ein Haus im Fördergebiet „Innenstadt“ auffrischen will, ist aufgerufen, den Antrag zu stellen. In den vergangenen Jahren haben die Prümer das Programm bereits kräftig genutzt. „Das hat uns sehr geholfen“, sagt der Bürgermeister.

So sieht es auch Robert Ennen, Chef des Bauamts der Verbandsgemeinde Prüm: „Das war in den letzten Jahren eine gute Sache.“ Und mit Blick auf das Auslaufdatum 2021, ergänzt er, „zählt natürlich, jetzt tätig zu werden“. Seit 2010 machten das bereits 31 Bürger, die Gesamtfördersumme liege bei 390 000 Euro.

Allerdings gehe es dabei nicht nur um einen neuen Außenanstrich, sagt Ennen. Man müsse schon beispielsweise die Dämmung erneuern, neue Fenster einbauen oder eine alte Wohnung auf den aktuellen Stand bringen. Dann gibt es bessere Abschreibungsmöglichkeiten beim Finanzamt – und echtes Geld: Wer sein Gebäude erneuern wolle, erläutert Ennen, schließe einen Vertrag mit der Stadt. Und wer dann im Rahmen der Richtlinien saniert, erhält dafür bis zu 20 Prozent der förderfähigen Kosten oder maximal 20 500 Euro. Das Geld zahlt den Bauleuten dann die Stadt – und erhält davon 80 Prozent vom Land zurückerstattet.

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