Mehr Gold für das Bitburger Land

Mehr Gold für das Bitburger Land

Noch gibt es die VG Bitburger Land nicht, aber das künftige Wappen wurde schon geändert. Weil das Landeshauptarchiv Koblenz mit dem Entwurf nicht einverstanden war, haben die Eifeler die Farbgestaltung ein wenig geändert.

Bitburg/Kyllburg. Es ist immer wieder interessant, worüber sich Menschen so alles Gedanken machen. Im Landeshauptarchiv Koblenz ist es die Frage, wie das Wappen der neuen VG Bitburger Land, die in gut zwei Monaten aus der Fusion der Verbandsgemeinden (VG) Kyllburg und Bitburg-Land entstehen wird, aussehen kann und wie nicht. Genau genommen geht es nicht um das komplette Wappen, sondern um den Hintergrund des oberen Feldes. Abgebildet sind dort symbolisch fünf rote Burgzinnen. Heraldiker, also Menschen, die sich mit Wappen näher befassen, sprechen hierbei von einem fünflätzigen Steg.
Dieser Teil des Wappens wurde aus dem aktuellen Schild der VG Bitburg-Land übernommen. Der fünflätzige Steg steht für die fünf ehemaligen Ämter Bickendorf, Bitburg-Land, Dudeldorf, Oberweis und Wolsfeld, aus deren Zusammenschluss 1970 die Verbandsgemeinde Bitburg-Land entstanden ist. Bei der VG Bitburg-Land ist der Hintergrund dieses roten Stegs in Gold gehalten, was aus heraldischer Sicht nicht einwandfrei ist. Denn der goldene Hintergrund des Schildoberhaupts stößt an den silbernen Wappenrand. Und auf das Zusammenstoßen zweier Metallfarben soll bei Wappen möglichst verzichtet werden.
Einer oben, einer unten


Aus diesem Grund hatten sich die beiden Fusionspartner Kyllburg und Bitburg-Land auf einen Wappenentwurf verständigt, der im oberen Teil der bisherigen VG Bitburg-Land und im unteren Teil der VG Kyllburg gerecht wird. Und der lediglich die Farben Rot, Blau und Silber und damit auch nur eine Metallfarbe beinhaltet. Dieser Entwurf wurde dann Ende 2013 zum Landesarchiv Koblenz geschickt. Dort muss jeder Wappenentwurf geprüft werden, bevor er schließlich genehmigt werden kann. Und dort war man mit dem Wappenentwurf aus der Eifel nicht ganz einverstanden.
"Der Schildbord muss sich vom Schild in der Farbe unterscheiden", heißt es in einer Stellungnahme aus Koblenz. Demnach hat man dort ein Problem damit, dass Silber auf Silber stößt. Dass es also im oberen Bereich des Wappens zu einer Art Verschmelzung der Farben kommen könnte. Was für den zuständigen Experten im Landeshauptarchiv heraldisch nicht vertretbar ist. Dieser kann schon eher damit leben, dass zwei unterschiedliche Metallfarben aufeinandertreffen.
Aus diesem Grund gibt es nun einen neuen Wappenentwurf, mit dem auch die Koblenzer einverstanden sind. Statt in Silber ist der Hintergrund des Schildhaupts nun in Gold gehalten. Das neue Briefpapier für die zukünftige VG Bitburger Land kann also in Auftrag gegeben werden. uhe