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Mehr Hilfe für Schüler in Irrel und Bitburg

Mehr Hilfe für Schüler in Irrel und Bitburg

Weil die Hauptschulen in Mettendorf und Schönecken wahrscheinlich zum Sommer geschlossen werden, sollen die dort angesiedelten Stellen für Schulsozialarbeit auf andere Schulen im Kreis Bitburg-Prüm verteilt werden. Welche das sind, darüber hat am Montag der Jugendhilfeausschuss diskutiert.

Bitburg/Irrel. Projekte gegen Cybermobbing und Hilfe bei privaten Problemen: An den Hauptschulen und Realschulen plus im Eifelkreis sind die Schulsozialarbeiter dann zur Stelle, wenn der Lehrer nicht weiterhelfen kann - oder soll (siehe Extra). Der Jugendhilfeausschuss des Kreises Bitburg-Prüm hat sich am Montag bei zwei Enthaltungen dazu entschlossen, die beiden halben Stellen für Schulsozialarbeit, die momentan an den Hauptschulen in Mettendorf und Schönecken angesiedelt sind, auf andere Einrichtungen im Eifelkreis zu verteilen. Denn die beiden Hauptschulen sollen voraussichtlich im Sommer geschlossen werden. Zum einen soll die bereits vorhandene halbe Stelle an der Grund- und Realschule plus in Irrel aufgestockt werden. Als zweite Schule soll die Realschule plus in Bitburg von der Umverteilung profitieren. Mit dieser Entscheidung hat sich der Rat nicht an den Beschlussvorschlag der Verwaltung gehalten, die eine halbe Stelle der St.-Matthias-Hauptschule in Bitburg zukommen lassen wollte. Doch die Ausschussmitglieder argumentierten, dass die zusätzliche halbe Stelle an der Realschule plus in Bitburg dringender gebraucht werde. Die Realschule plus in Bitburg sei zu groß, die Kinder bräuchten Hilfe beim Zurechtfinden, sagte Roswitha Biwer (Grüne).
"Das ist wirklich eine tolle Nachricht!", sagt Torben Wendland, Leiter der Realschule plus in Bitburg. "Wir haben zwei Gebäude und alleine 400 Schüler in der Orientierungsstufe. Unsere Schulsozialarbeiterin kann einfach nicht überall gleichzeitig sein." Dabei bräuchten gerade die Jüngsten oft eine Orientierungshilfe. Darum freut Wendland sich über die zusätzliche halbe Stelle.
Die Sozialarbeiterin an der Realschule plus hat viel zu tun, wie Wendland betont: "Zurzeit arbeitet sie an einem Projekt für die siebten Klassen, es geht um das Thema Cybermobbing." 130 Jugendliche aus dem siebten Schuljahr sollen lernen, was es heißt, sich in sozialen Netzwerken im Internet richtig zu verhalten.
Auch in Irrel begrüßt man die Entscheidung des Jugendhilfeausschusses. "Wir haben hier zurzeit einen Sozialarbeiter und eine Sozialarbeiterin, beide haben unglaublich viel zu tun", sagt Claus von Bronewski, Schulleiter der Realschule plus.
Bei der St. Matthias-Hauptschule will man eine offizielle Bekanntgabe der Kreisverwaltung abwarten, bevor man eine Stellungnahme abgibt. "Wir haben beantragt, die bisherige Stelle zu einer Vollzeitstelle aufzustocken. Das ist unser Stand der Dinge", sagt der stellvertretende Schulleiter Dieter Bläsius.Extra

Ein Schulsozialarbeiter ist nicht direkt der Schulleitung, sondern der Kreisverwaltung unterstellt. Das soll unter anderem gewährleisten, dass sich die Schüler auch mit solchen Pro blemen an einen Erwachsenen wenden können, von denen die Schulleitung beziehungsweise die Lehrer nichts erfahren sollen. Langfristig ist vorgesehen, dass an allen Sekundarschulen im Kreis, an denen die Berufsreife erlangt werden kann, eine Vollzeitstelle Schulsozialarbeit geschaffen wird. slg