Mehr Luft im Zentrum

HERFORST. Offenere Gestaltung und mehr Parkplätze: Der zentrale Maisbachplatz in Herforst verändert sein Gesicht. Der Ortsgemeinderat stimmte der aktualisierten Planung zu.

Seit Jahren plant die Ortsgemeinde Herforst einen erheblichen Eingriff an der St. Eligiusstraße neben der Pfarrkirche (der TV berichtete). Bernd Schuh vom Ingenieurbüro Schuh brachte die Ratsmitglieder auf den aktuellen Stand. Mit dem Abriss des Hauses Nummer 18 (Lübbert) ist die Voraussetzung geschaffen, um dort sechs Stellplätze mit so genanntem Ökopflaster anzulegen. Sechs weitere solcher Stellplätze können hinzu kommen, wenn auch die Häuser Nummer vier und sechs der Abrissbirne zum Opfer fallen. Bei der RWE-Trafostation schließlich sollen zwei Parkplätze für Behinderte entstehen. Dieter Antony (CDU) und Werner Pick (SPD) regten an, dort möglichst vorhandenes Pflaster zu nutzen, weil Schotterrasen etwa mit einem Rollstuhl schwer zu befahren sei. Die Tage der Buswartehalle sind gezählt. Sie wird ebenfalls abgerissen und voraussichtlich durch einen transparenten Unterstand auf der anderen Straßenseite ersetzt. Bei den Kosten für diesen Unterstand (13 000 Euro) ging allerdings ein Raunen durchs Gemeindehaus. Der Standort der bisherigen Wartehalle wird mit Schotterrasen gestaltet. Insgesamt soll der Platz grüner werden als bisher. Auf Vorschlag von Pick wird gezielt geprüft, inwiefern vorhandene Bäume stehen bleiben können. Der Brunnen als zentrales Element bleibt erhalten, ist allerdings derzeit nicht funktionsfähig.Neues Pfarrheim nimmt Gestalt an

Aus dem Dorferneuerungsprogramm des Landes bekommt die Gemeinde für die Neugestaltung 59 000 Euro. Je nach Höhe der Eigenleistung bleiben am Ende Restkosten von 90 000 bis 100 000 Euro. "Wir haben beim Abriss des Hauses Lübbert schon Eigenleistung erbracht und werden das auch bei dem weiteren Abbruch tun", sagte Ortsbürgermeister Wolfgang Faber (CDU). Bei zwei Enthaltungen beschloss der Rat den Planentwurf. Unterdessen schreiten die Bauarbeiten am neuen Pfarrheim mit Gesamtkosten von 350 000 Euro voran. Der Rohbau ist bereits gut erkennbar. Dort wird auch ein Jugendraum integriert. Die Zufahrt führt von der St. Eligiusstraße über den Maisbachplatz am neuen Parkplatz vorbei. Um eine Verkehrsberuhigung bemüht sich die Gemeinde auf der L 39 am Ortseingang beim Friedhof. Seit 1995 gibt es dort provisorische Einengungen der Fahrbahn. Dort baut der Landesbetrieb Straßen und Verkehr in diesem Jahr einen dauerhaften, begrünten Fahrbahnteiler ein, so dass Ein- und Ausfahrtspur getrennt werden. Die ursprünglich geplante Neugestaltung des Platzes vor dem Friedhof kommt nicht zum Tragen. Dort sollten drei Parkplätze mit Begrünung sowie ein Gehweg angelegt werden. Weil die Gemeinde die Kosten von 17 000 Euro ohne Förderung selbst tragen müsste, verzichtete der Rat darauf. An der Poststraße baut die Gemeinde den vorhandenen Gehweg aus. Weil die Straße nach Auffassung der Verwaltung überwiegend dem örtlichen und überörtlichen Durchgangsverkehr dient, teilen sich Anlieger und Gemeinde die Kosten im Verhältnis 60:40.