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Mehr Multikulti in Bitburg wagen: Stadt braucht Migrationsbeirat

Kommentar : Gesellschaft und Politik müssen sich öffnen

Mehr als zehn Prozent der Bitburger kommen aus dem Ausland. Die Zuwanderer leben und arbeiten hier, bringen ihre kulturellen Einflüsse und Ideen in die Stadt ein. In den Restaurants essen wir Falafel und Pizza, in den Cafés trinken wir Mocca und rauchen Wasserpfeife.

Afrikanische Chirurgen operieren uns am Blinddarm, osteuropäische Handwerker bauen unsere Häuser. Um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Wenn alle diese Migranten Bitburg den Rücken kehren würden, würde der Stadt vieles von ihrem Charme und Lebensgefühl verloren gehen, aber auch von seiner Wirtschaftskraft. Wir sind es diesen 14 Prozent also mehr als schuldig, ihnen ein Sprachrohr zu geben — wenn schon kein Wahlrecht, so wenigstens einen Beirat.

Und dafür ist es in der Tat notwendig, mit den Zugewanderten überhaupt mal ins Gespräch zu kommen. Das heißt: Rein in die Moschee, die Shisha-Bar, den arabischen Laden und miteinander reden, nicht übereinander. Dann klappt das auch mit dem Beirat, der ein erster Schritt zu einer Öffnung sein kann. Eine Öffnung, die passieren muss, um unsere Gesellschaft nicht nur fairer, sondern auch lebenswerter und bunter zu machen.

c.altmayer@volksfreund.de