Mehr Platz für Vereine

Badem ist geprägt von seinem regen Vereinsleben. Die Gruppen nutzen die Gemeindehalle für ihre Treffen, und das sieben Tage in der Woche. Deshalb will der Ort fast eine Million Euro in die Modernisierung ihrer Dorfhalle investieren. Nun hat Ortsbürgermeister Reinhard Meyer die Pläne vorgestellt.

Badem. Gemeindehäuser stehen leer, Vereine kämpfen mit Nachwuchssorgen - doch anders als in vielen Eifelorten sieht es in Badem aus. Vom Tischtennisverein über den Männerchor bis zur Karnevalsgesellschaft, eine Vielzahl von Vereinen und Gruppen bereichert das Dorfleben. Veranstaltungen wie die Kappensitzung, Kinderkleiderbörsen oder das traditionelle Erntedankfest bestimmen den Jahresrhythmus im Dorf.
Und die Zahl der momentan rund 1200 Einwohner wächst vor allem dank vieler junger Familien stetig. Die 32 Jahre alte Gemeindehalle stößt da mittlerweile an ihre Grenzen.
"Sieben Tage in der Woche ist sie mit Training, Proben und Treffen aller Art mehr als ausgelastet", sagt Ortsbürgermeister Reinhard Meyer.
Dazu komme, dass eine effizientere Wärmedämmung ohnehin überfällig ist, außerdem sei Badem 2012 als Schwerpunktgemeinde des Landesprogrammes "Dorfentwicklung" anerkannt worden: "Das passt alles wunderbar zusammen", freut sich der Ortschef.
So wird die Halle nun nicht nur von Grund auf saniert, sondern noch um einen Anbau erweitert. In einem ersten Bauschritt werden nicht nur der brüchige Gummiboden und die Toiletten erneuert, auch Fassaden, Dach, Fenster und die Heizungsanlagen werden auf höchste Wärmeeffizienz getrimmt, wie Architekt Manfred Weber erklärt.
Wärmedämmung erforderlich


Im zweiten Schritt wird die Halle durch einen Anbau um knapp 200 Quadratmeter vergrößert. Bisher ist sie 675 Quadratmeter groß.
Durch den Umbau stehen dann zwei Räume für Vereine und eine Mehrzweckhalle für alle Dorfbewohner zur Verfügung.
Anbau und Sanierung kosten einem ersten Voranschlag nach zusammen insgesamt 997 000 Euro. Das Projekt soll in erster Linie aus Mitteln des Landesprogramms "Dorfentwicklung 2013" finanziert werden.
Mit insgesamt 137 anderen Ortsgemeinden konkurriert Badem um 17 Millionen Euro Fördermittel. Reinhard Meyer ist zuversichtlich, dass Geld vom Land fließen wird.
Auf welche Summe sich der Antrag auf Förderung beläuft, wollte der Ortschef nicht sagen. Die restlichen Kosten wird die Gemeinde selbst tragen müssen. Eine lohnende Investition, findet er: "Die Halle ist außerordentlich wichtig für das Dorf - ohne sie gäbe es einige Vereine gar nicht. Und gerade das Vereinsleben macht Badem auch in Zukunft attraktiv für junge Familien."
Die ersten Renovierungsarbeiten sollen noch im Herbst dieses Jahres beginnen. Und spätestens Mitte 2014 werden die Bademer dann ihre neue, erweiterte Gemeindehalle einweihen können.