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Mehr Sicherheit in Bitburg: Freie Bürgerliste fordert Parkbuchten und mehr Kontrollen

Mehr Sicherheit in Bitburg: Freie Bürgerliste fordert Parkbuchten und mehr Kontrollen

Die Freie Bürgerliste möchte das Parken in einigen Straßen in Bitburg neu regeln. Sie fordert zudem, die Kontrollen auszuweiten: Dabei geht es ihr einerseits um den ruhenden Verkehr, andererseits um die innerörtliche Geschwindigkeit.

Die Gefahr liegt auf der Straße. Für die Freie Bürgerliste Bitburg besonders auf Straßen wie der Wittlicher Straße, dem Ostring, der Albachstraße, der Rittersdorfer Straße oder der Prümer Straße, aber auch den Einfahrtsstraßen in den Stadtteilen und den Straßen auf Merlick. Der Grund: ihre Breite. Denn die verführe zu einer zügigen Fahrweise, bei der die zulässige Geschwindigkeit oft deutlich überschritten werde.

Zugleich werde der Straßenraum oft zum Parken genutzt - was zwar vorbeifahrende Fahrzeuge zum Abbremsen zwinge, aber dabei zu neuen Probleme führe. "Die Abstände zu Kreuzungen und Einmündungen werden nicht eingehalten, die Einsicht für vorbeifahrende oder einbiegende Verkehrsteilnehmer ist schwer möglich", heißt es in einem Schreiben des Fraktionsvorsitzenden Manfred Böttel an den Bürgermeister. Der Verkehrsfluss werde gestört und das Risiko von Auffahrunfällen sei erhöht. Aus diesem Grund beantragt die FBL auf diesen Straßen die Einzeichnung von Parkbuchten.

Das müsse zugleich kontrolliert werden, damit es etwas nütze. Und die Überwachung des ruhenden Verkehrs solle sich sowieso nicht auf die Innenstadt beschränken und "auch außerhalb der regulären Dienstzeiten der Stadtverwaltung erfolgen". Die FBL fordert zudem, die Anschaffung eines mobilen Geräts zur Geschwindigkeitsüberwachung zu prüfen.
Ganz neu ist das alles nicht: Für die Wittlicher Straße sei eine solche Planung mit wechselseitigem Parken einmal ausgearbeitet worden, sagt Joachim Kandels. Doch die Polizei forderte dann auch eine generelle Verkehrsberuhigung in der Straße - "daraufhin verzichtete man auf die Umsetzung".

Die Sache ist laut Polizei die: Ein individuelles Parken erfordere mehr Aufmerksamkeit von Autofahrern als ein konkret festgelegtes - besonders dort, wo viele Einheimische unterwegs seien. Nach Aussage der Polizei seien alle diese Straßen im Hinblick auf Unfälle unauffällig und ganz und gar nicht besorgniserregend.

Die Beobachtung, die die FBL gemacht haben möchte, kann die Stadtverwaltung nicht bestätigen: "Eine Überprüfung der Einhaltung von Abständen von parkenden Fahrzeugen zu Einmündungen und Kreuzung ergab, dass der notwendige Abstand von fünf Metern in allen Fällen eingehalten wurde."

Der Bürgermeister weiter zum Thema Kontrollen: Es treffe zu, dass der ruhende Verkehr in der Innenstadt täglich in der Zeit von 8 bis 18 Uhr überwacht werde. Dabei würden auch die Außenbereiche überprüft. In für Parkverstößen bekannten Bereichen würde verstärkt in den Abend- und Nachtstunden kontrolliert.

Die Stadtverwaltung will Vorschläge zunächst mit den übrigen Straßenverkehrsträgern abstimmen. Bürgermeister Joachim Kandels: "Die Verhältnisse in den einzelnen Straßen sind jedoch sehr unterschiedlich, so dass von einer generellen Regelung abgesehen werden sollte und möglicherweise unterschiedliche Lösungen gefunden werden müssen."