Mehr Windkraft fürs Bitburger Land

Bitburg · Der Verbandsgemeinderat Bitburg-Land wird sich in seiner heutigen Sitzung hauptsächlich mit Flächennutzungsplänen beschäftigen. Klingt langweilig. Birgt aber Zündstoff. Denn auf der Tagesordnung steht auch das aktuell heiß diskutierte Thema Windkraft.

Schon jetzt gibt es entlang der B 51 viele Windräder. In Zukunft könnten es noch mehr werden. TV-Foto: Klaus Kimmling

Bitburg. Egal, ob Windräder, Photovoltaikanlagen oder Einfamilienhäuser - einfach drauflosbauen darf man in Deutschland nicht. Zunächst muss das Vorhaben zum geltenden Flächennutzungsplan passen. Denn dieser hält fest, wo welche Nutzungen erlaubt sind und damit auch, wie sich die Gemeinde weiterentwickeln soll. In der Verbandsgemeinde (VG) Bitburg-Land passen derzeit drei geplante Bauvorhaben nicht zum Planwerk. Daher soll heute ab 15 Uhr im Rathaus der VG beschlossen werden, es zu ändern:
Fall 1, Windkraft: Vor wenigen Wochen hat die Planungsgemeinschaft Region Trier entschieden, dass die Kommunen künftig weitgehend selbst entscheiden können, wo sich bei ihnen die Windräder drehen sollen. Seitdem herrscht Goldgräberstimmung. Investoren versuchen, sich die besten Standorte zu sichern. Und Ortsgemeinden hoffen darauf, über Pachteinnahmen oder die Beteiligung am Betrieb des Windrads Geld in die klammen Kassen zu bekommen. Auch in der VG Bitburg-Land. Mehrere Gemeinden, darunter Oberweiler, Rittersdorf und Biersdorf, haben bereits Anträge eingereicht, weil sie künftig gerne Windräder hätten. Bevor es soweit kommen kann, muss allerdings erst der Plan angepasst werden. Ein Gutachter untersucht derzeit, wo in der VG die geeigneten Windkraftstandorte liegen. Der Rat soll heute beschließen, in die Planung zur Ausweisung der neuen Windkraftflächen einzusteigen.
Fall 2, Photovoltaik: Die Flugplatz Bitburg GmbH will parallel zur Landebahn eine 8,3 Hektar große Photovoltaikanlage bauen. Die Planungen sind schon fortgeschritten. Auch der VG-Rat hat dem Vorhaben zugestimmt. Damit die Anlage gebaut werden kann, muss der gemeinsame Flächennutzungsplan mit Bitburg für den Flugplatz geändert werden. Dann sollen Öffentlichkeit, Behörden und Co. gehört werden.
Fall 3, Baugebiet. In Dockendorf soll Am Sportplatz auf insgesamt 2,3 Hektar ein Wohngebiet entstehen. Dieses Gebiet muss noch im Flächennutzungsplan ausgewiesen werden. Im Gegenzug soll das dort derzeit noch eingetragene Baugebiet Hinter Klimmhaus aus dem Plan getilgt werden. kah