Pitter Meine allerbeste Wahl

Unsere kreiselige Kreisstadt ist total zuplakatiert. Die einen haben einfach Bock auf Bitburg, die anderen finden, es sei Zeit für Veränderung.  Wenn Walburga was verändern will, geht sie immer zum Friseur, denn der, so meint meine Frau, das gebe „dem Ich neuen Schwung“ – selbst wenn dieser Schwung spätestens nach einer Haarwäsche verpufft ist.

Foto: TV/Werhan, Michael

In Bitburg wiederum ist es oft genug zum Haare-Raufen. Zwei Schritte vor, drei zurück, so gibt es kein Stück. Ohne Masterplan und Machbarkeitsstudie geht da doch sowieso nichts. „Du würdest besser selbst mal was machen, als immer nur zu meckern“, tönt es da aus der Ecke unendlicher weiblicher Weisheit. Soll ich jetzt etwa Friseur werden?! „Ich würde dich ja wählen, wenn du dich hättest aufstellen lassen“, erklärt sie mir großherzig und meint, einen wunden Punkt getroffen zu haben. So viel Rückhalt gibt Auftrieb. Aber ich mache weiter. Unermüdlich, unerschrocken, überparteilich. Wir hören voneinander. Nach der Wahl ist vor der Wahl. Und was Walburga angeht: Für mich ist sie immer noch allererste Wahl. In diesem Sinne: Prost, euer