Membran hat negative Wirkung
Zum Bericht "Von Wänden, Mauern und Membranen" (TV vom 26./27. Juli):
Wenn es tatsächlich dazu kommen wird, wie es in der Grafik im TV dargestellt wurde, fragt man sich, was das noch mit überlegter Architektur zu tun hat. Dass eine Grundstücksgrenze erkenntlich gestaltet wird, ist angebracht und zu begrüßen. Auch die Gestaltung der Straße kann als gelungen bezeichnet werden.
Aber: Die Anordnung einer Membran in der vorgesehenen Konstruktion hat eine negative Wirkung. Sie führt dazu, dass der Parkplatz nach außen komplett abgeschlossen wird und sich das gesamte Straßenbild einschließlich Fußgängerweg negativ darstellt. Auch wenn die Sichtfläche zwischen den einzelnen vertikalen Sichtbetonstützen mit Ziergitter, künstlerischen flächigen Gebilden und Gewächsen bestückt wird, stellt sich dennoch die gesamte Fassade optisch nicht ansehnlich dar.
Der Kostenaufwand allein für die Herstellung der Grundstabilität dürfte doch schon bei den Verantwortlichen zu der Überlegung führen, ob das Vorhaben noch Sinn und Zweck hat und im vernünftigen Verhältnis zum Aufwand steht. Die Trenngrenze in geringer Höhe ließe sich ja auch als sogenanntes "Hammerrechtes Schichtenmauerwerk" im gebräuchlichen Verfahren gestalten. Ein solches Naturstein-Mauerwerk wäre architektonisch vertretbar und würde von den Bürgern vielleicht eher akzeptiert werden als die zwei Meter hohe Membran.
Außerdem sind die angelegten Parkflächen einen Blick wert und alle Autotypen sehr ansehnlich. Diese brauchen nicht hinter einer Wandfläche versteckt zu werden.
Hilarius Dietzen, Prüm
PRÜMER STADTBILD