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Messen mit Masken: Die einen starten, die anderen warten

Gottesdienste sind in einigen Eifeler Pfarreien angelaufen : Messen mit Masken: Die einen starten, die anderen warten

Nach Ostern steht der nächste große, christliche Feiertag im Kalender. Das Pfingstfest wird für die Gläubigen aber wohl nicht ganz so einsam ablaufen wie Christi Auferstehung 2020. Denn einige Kirchen haben sich in den vergangenen Tagen dazu entschlossen, Gottesdienste abzuhalten.

Pünktlich zum Pfingstsonntag wollen die katholischen Gemeinden Bollendorf und Wolsfeld mit Messen starten. Andere Verantwortliche in der Pfarreiengemeinschaft Irrel allerdings ziehen es vor, noch zu warten. „Sie wollen die gemachten Erfahrungen untereinander austauschen und sich dann entscheiden“, schreibt eine Sprecherin des Dekanats Bitburg. Der Grund: Zwar sei die „Sehnsucht nach der heiligen Messe groß“. Aber „ebenso groß“ auch „die Vorgaben und Bestimmungen“ seitens des Bistums Trier. Die schreiben wegen der Infektionsgefahr unter anderem eine Maskenpflicht, Abstandsregeln in den Bänken und ein Gesangsverbot vor. Weswegen sich an dem Thema weiterhin die Geister scheiden.

Während die Prümer und Speicherer bereits seit Anfang Mai Gottesdienste feiern, und die Neuerburger seit Christi Himmelfahrt, hält der Bitburger Pastor Thomas Weber diese weiterhin für „unwürdig.

Und auch bei den Protestanten gibt es unterschiedliche Meinungen. So hat das Presbyterium der Evangelischen Kirche Prüm erstmal beschlossen, die Pforten noch nicht zu öffnen. Begründet wird dies aber nicht mit der Art der Feier, sondern mit zu engen Räumlichkeiten, in denen bald eine Renovierung ansteht.

Das Presbyterium der evangelischen Kirchengemeinde Bitburg hingegen hat zumindest für die Filialen in Bitburg und Speicher Hygienekonzepte erarbeitet und ans Gesundheitsamt geschickt. Derzeit warte man noch auf Antwort, sagt Pfarrer Guido Kohlenberg: „Daher können wir derzeit keinen Termin nennen.“ Man peile aber den Juni an.

Was die Gläubigen dann erwartet, könnte wohl ähnlich aussehen wie bei den Katholiken: Maskenpflicht, Desinfektionsmittel, Ordner an den Türen, Abstand in den Bänken.

Mit einer Zusatzoption, nämlich die Messe im Freien zu feiern. Solche Überlegungen gebe es etwa für Speicher aber auch für Bollendorf. „In solchen Zeiten“, sagt Kohlenberg: „muss man eben kreativ sein.“