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Messerprozess: Angeklagte nicht unbefristet eingewiesen

Messerprozess: Angeklagte nicht unbefristet eingewiesen

Trier (ian) Eine psychisch erkrankte Frau soll ihrem Bruder in der Südeifel ein Küchenmesser in den Rücken gestoßen haben. Die Staatsanwaltschaft hat in diesem Fall den Antrag gestellt, die Angeklagte unbefristet in einem psychiatrischen Krankenhaus unterzubringen - zum Schutz der Allgemeinheit (der TV berichtete).

Diesen Antrag hat die Dritte Große Strafkammer des Landgerichts Trier gestern abgelehnt. Das Urteil ist rechtskräftig.
Die Angeklagte soll Anfang Oktober ihren Bruder, bei dem sie zu diesem Zeitpunkt wohnte, mit einem Messer angegriffen und ihn dabei leicht verletzt haben. Laut psychiatrischem Gutachten leidet die Frau, die unter anderem halluziniert und sich verfolgt fühlt, an einer schizophrenen Psychose. Eine Gefahr für die Allgemeinheit stellt sie laut Verteidigung jedoch nicht dar, da sie zuvor noch nie gewalttätig geworden sei.
Seit der mutmaßlichen Messerattacke ist die Angeklagte vorläufig in der psychiatrischen Klinik Nette-Gut untergebracht.