Met und Schwenkbraten

Nach dem erfolgreichen Keltenfest im Neuerburger Land im Jahre 2003 findet in diesem Jahr wieder ein Keltenfest statt, und zwar am Samstag, 23. Juni, und Sonntag, 24. Juni. Schauplatz ist das Enztal nördlich von Sinspelt, an der Straße nach Neuerburg.

Sinspelt. (red) Die Eifelregion ist voller Relikte und Erinnerungen an die keltischen Vorfahren, angefangen mit den zahlreichen Kulturdenkmälern auf dem berühmten Ferschweiler Plateau, über das wichtige keltisch-römische Oppidum und Kultheiligtum auf dem Kasselt bei Wallendorf, bis zu den vielen kleineren und größeren Siedlungsresten, Gräbern und Funden in der ganzen Eifel. Besondere Erwähnung verdient auch der wichtige und schöne Fund eines keltischen Halsreifs in Sinspelt, welcher sich heute im Landesmuseum Trier befindet.Nähere Bindung zur Natur

Die keltische Kultur war die letzte antike alteingesessene Hochkultur in unserer Region. Anders als die Römer hatten die Kelten noch eine nähere Bindung zur Natur, was sich unter anderem in ihrer Religionsausübung und auch in ihrer Pflanzenheilkunst ausdrückte. Das Keltenfest bei Sinspelt wird das einzige diesjährige Keltenfest in der Eifel sein. Die Schirmherrschaft über dieses Fest hat der Landrat des Eifelkreises Bitburg-Prüm, Roger Graef, übernommen. An der Wanderbrücke über die Enz geht der Besucher durch ein Zeittor und befindet sich in der Eisenzeit, etwa zwischen 500 vor und 500 nach unserer Zeitrechnung. Die Wiese in einem malerischen Seitental der Enz ist festlich vorbereitet. An zwei Tagen findet hier keltisches Leben statt, dargeboten von Keltengruppen, die versuchen, so authentisch wie möglich keltisches Wohnen, Kochen und altes Handwerk zu demonstrieren.Mitmach-Programm für Kinder

In einer Mitmachwerkstatt für Kinder treffen die großen und kleinen Besucher keltische Handwerksmeister in Aktion. Hier darf jeder mitmachen: ob in der Wirtsstube beim Zubereiten des Getreidebreis, ob beim Bedienen des Blasebalges der keltischen Schmiede oder beim Spinnen der Schafswolle und deren Weiterverarbeitung bei der Färberin und in der Weberei - überall werden fleißige Gehilfen gesucht, die den Handwerksmeistern bei ihrer Arbeit zur Hand gehen. So muss das Korn durch die Rundmühle gedreht, zu Fladen verarbeitet und im Lehmbackofen gebacken werden, Körbe müssen geflochten und ein Fachwerkhaus gebaut werden. Hunger und Durst werden "auf keltische Art" gestillt: Schwenkbraten, Gemüse- und Dinkelgerichte, Bier, Met und Obstsäfte sind reichlich bereitgestellt. Infos beim Verein zur Förderung von Tradition und Kultur in der Südeifel, Sinspelt, Telefon 06522/512, und unter www.tradition-kultur.de.

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