Milch Union Hocheifel fusioniert mit der dänisch-schwedischer Arla

Milch Union Hocheifel fusioniert mit der dänisch-schwedischer Arla

Riesenüberraschung in der Milchbranche: Die rheinland-pfälzische Milch-Union Hocheifel (Muh/Pronsfeld, Eifelkreis Bitburg-Prüm) will mit der dänisch-schwedischen Molkerei Arla fusionieren. Der Deal wurde zwischen beiden Molkereien vorbereitet, am Montagabend wurden die Vertreter der Muh in einer Nachtsitzung über die Pläne informiert.

Die Milch-Union Hocheifel hat um 10 Uhr die Fusionsgespräche bestätigt und für Dienstag zur Pressekonferenz geladen. "Wir sind bereits ein europäisches Unternehmen. Durch einen Zusammenschluss unserer Genossenschaften könnten wir unsere seit Jahren verfolgte Strategie einer Internationalisierung im Sinne eines möglichst hohen und stabilen Milchpreises konsequent fortsetzen", sagt Rainer Sievers, Geschäftsführender Vorstand der MUH.

Einer Fusion müsste aber noch die Vertreterversammlung mehrheitlich zustimmen und auch das Kartellamt muss noch der Milchhochzeit zustimmen. Nach Informationen des Trierischen Volksfreunds könnte eine Fusion zum 1. September über die Bühne gehen. Der Standort Pronsfeld, einer der modernsten für den Bereich H-Milch, wird derzeit für 60 Millionen Euro ausgebaut.

Die Molkereigenossenschaft Arla würde nach der Fusion zum viertgrößten Molkereikonzern in Europa aufsteigen. Arla beschäftigt weltweit 17.000 Mitarbeiter, setzte 7,4 Milliarden Euro um und verarbeitet mehr als neun Milliarden Kilo Milch.

Die Muh beschäftigt rund 1000 Mitarbeiter und hat mehr als eine Milliarde Kilo Milch verarbeitet und dabei etwa 700 Millionen Euro umgesetzt.

Die der Muh angehörigen Landwirte erhalten im Zuge eines Zusammenschlusses von Arla eine uneingeschränkte Milchabnahmegarantie. Außerdem wird ihr Milchauszahlungspreis künftig auf derselben Grundlage berechnet. Der Arla-Auszahlungspreis liegt derzeit einige Cent über dem Milchpreis der Muh.

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