Milchbauern demonstrieren in Bitburg für faire Milchpreise

Milchbauern demonstrieren in Bitburg für faire Milchpreise

80 Eifeler Landwirte demonstrieren seit dem Vormittag vor der Geschäftsstelle des Bauern- und Winzerverbands Bitburg für faire Milchpreise. Mit 50 Traktoren blockieren rund 80 Milchbauern die Mötscher Straße.

Foto: Jasmin Wagner

Bis in den Nachmittag hinein blockieren 80 Landwirte mit rund 50 Traktoren die Mötscher Straße in Bitburg.
Vor der Geschäftsstelle des Bauern- und Winzerverbands haben sie mit Milch gefüllte Eimer aufgestellt, um auf den Überschuss in der Milchproduktion hinzuweisen. An ihren Traktoren haben sie Plakate befestigt: "Bauernverband - Totengräber unserer Milchbauern", "Die Agrarpolitik bricht uns das Genick" oder "Arroganz hat einen Namen: Bauernverband".

Die Milchbauern sind mit der Politik des Bauern- und Winzerverbands, ihres eigenen Dachverbands, nicht mehr zufrieden: Deshalb sind sie in Bitburg zusammengekommen, um gegen die Verbandspolitik in der Milchpreiskrise zu prostestieren. "Wir brauchen dringend eine Drosselung der Milchmenge, damit der Milchpreis wieder steigen kann", sagt ein Eifeler Landwirt, der seinen Namen nicht im TV lesen möchte.

Doch der Bauern- und Winzerverband lehne solch eine Reduzierung der Produktionsmengen bislang ab, sagt der Milchbauer. Anders hingegen der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM). Dieser habe bereits ein Konzept zur Drosselung der Produktionsmengen erarbeitet, sagt der Landwirt. "Das liegt aber leider nur in der Schublade." Deshalb fordern die Milchbauern, dass die beiden Verbände in der Milchpreiskrise kooperieren und der Vorschlag des BDM umgesetzt wird.

26 bis 28 Cent Grundpreis ohne Zuschläge erhalten derzeit die Erzeuger für einen Liter Milch. "Das geht an die Substanz", sagt der Landwirt. Mindestens 30 Cent pro Liter bräuchten die Erzeuger, um gerade einmal den Bestand zu sichern, erst bei einem Milchpreis von 35 bis 36 Cent sei man in der Gewinnzone. Ein ausführlicher Bericht folgt.