Militär-Oldtimerjet muss auf Feld bei Bitburg notlanden

Militär-Oldtimerjet muss auf Feld bei Bitburg notlanden

Einen völlig ungeplanten spektakulären Höhepunkt hatte die derzeit in Bitburg laufende Luftfahrtausstellung am frühen Sonntagnachmittag. Kurz nach dem Start gegen 13.10 Uhr mussten die Piloten eines ehemaligen US-Militärjets die Maschine in einem Feld neben der B 51 notlanden.

Foto: Agentur Siko

(rm.) Die beiden Männer (jeweils 34) verließen ihre Lockheed T33 "Shooting Star" unverletzt. Der kaum sichtbare Sachschaden an der Maschine, die nun Experten von der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen (Braunschweig) begutachten werden, liegt schätzungsweise im fünfstelligen Euro-Bereich.

Die Insassen gaben an, ein technischer Defekt habe sie zur Notlandung gezwungen. Sie waren noch einen Bogen über die B 51 geflogen und hatten den Militär-Oldtimer in einem Feld unweit der Start- und Landesbahn des Flugplatzes Bitburg "kontrolliert zum Stillstand gebracht".

Den dabei aufgewirbelten Staub schätzten Augenzeugen zunächst als Qualm ein. Deshalb machten Absturzvermutungen die Runde.

Anfangs hieß es, bei der Maschine handele es sich um einen Alpha-Jet (Militär-Schulflugzeug aus deutsch-französischer Koproduktion). Tatsächlich aber war es ein US-amerikanischer Oldtimer. Maschinen des Typs Lockheed T33 "Shooting Star" (einstrahlige Trainingsjets für zwei Insassen) wurden zwischen 1948 und 1959 gebaut. Die in Bitburg notgelandete Maschine ist etwa 60 Jahre alt und auf dem Flughafen Hahn stationiert. Sie gehört Privatleuten aus Rheinland-Pfalz. Zwei der Besitzer hatten mit dem Jet die Flugshow in Bitburg besucht. Aber statt auf dem Hahn endete der Rückflug unweit des Startpunktes.

Das Flugzeug wird voraussichtlich noch ein oder zwei Tage auf dem Feld stehen bleiben. Derzeit ist unklar, ob es komplett abtransportiert werden kann oder zerlegt werden muss.

In der Maschine befanden sich mehrere Hundert Liter Treibstoff, der von der Feuerwehr abgepumpt wurde.

Im Einsatz befanden sich die Feuerwehren aus der Stadt Bitburg und der Verbandsgemeinde Bitburg-Land sowie THW und DRK. Weiterhin waren die Polizei Bitburg und ein Polizeihubschrauber vor Ort.

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