Erstmals in Deutschland Neue Milka-Milch kommt auf den Markt – dahinter steckt ein Deal mit Arla

Pronsfeld/Viby · Milka-Fans dürften sich freuen: Die beliebte Schokolade gibt es jetzt auch als Drink. Wann es das Produkt in den Regalen gibt und ob das Eifeler Molkereiwerk auch etwas davon hat.

 Das Molkereiunternehmen Arla Foods mit Produktion auch in Pronsfeld im Eifelkreis Bitburg-Prüm vermarktet erstmals Milka-Milch. Das neue Getränk gibt es in drei Sorten und verschiedenen Gebinden.

Das Molkereiunternehmen Arla Foods mit Produktion auch in Pronsfeld im Eifelkreis Bitburg-Prüm vermarktet erstmals Milka-Milch. Das neue Getränk gibt es in drei Sorten und verschiedenen Gebinden.

Foto: Arla Foods

Trinkschokolade ist nicht neu, die von Milka schon. Und die kommt in den kommenden Tagen erstmals in Deutschland, Österreich und Polen in die Regale der Supermärkte.

Hintergrund des neuen Schokoladenmilch-Drinks ist eine Lizenzvereinbarung des dänisch-schwedischen Molkereikonzerns Arla Foods mit dem Snack-Hersteller Mondelez, dem Inhaber der Marke Milka. Demnach darf Arla Schokoladenmilch-Drinks unter dem Namen Milka in ausgewählten europäischen Ländern herstellen, vertreiben und vermarkten – so jetzt also ab Juni auch in Deutschland.

Arla hat auch im Eifelkreis Bitburg-Prüm ein Produktionswerk

Arla ist ein internationales Molkereiunternehmen im Besitz von mehr als 8.400 Landwirten aus Dänemark, Schweden, dem Vereinigten Königreich, Deutschland, Belgien, Luxemburg und den Niederlanden. Im Eifelkreis Bitburg-Prüm hat der Milchkonzern in Pronsfeld ein eigenes Produktionswerk, in dem die rund 1.000 Beschäftigten jährlich mehr als 1,5 Milliarden Kilogramm Milch verarbeiten, die rund 1.700 Landwirte aus der deutschen und belgischen Eifel sowie aus Luxemburg geliefert haben. Zuletzt hatte das Unternehmen rund 190 Millionen in eine neue Milchpulverproduktion vornehmlich für den Export investiert.

Allerdings wird wohl wenig Eifeler Milch in den neuen Milka-Produkten enthalten sein, werden die doch in der dänischen Molkerei von Arla Foods in Esbjerg produziert. Es gibt drei verschiedene Sorten: Original Schokoladenmilch, Schokoladenmilch Karamell und Schokoladenmilch Noisette. Die Produkte werden in verschiedenen Größen angeboten – vom Trinkbecher bis zum Getränkekarton. Arla Foods verspricht sich davon, in den drei Ländern einen beträchtlichen Anteil am Schokoladenmilchmarkt zu erobern.

Über Milka-Milch in Deutschland die Spitzenposition erringen

„Milka ist eine sehr beliebte Marke und wir haben das Know-how in Produktion, Handel und Marketing, um sie weiter zu stärken", sagt Marketingchefin Laurence Meil-Fischer von Arla Foods Deutschland. Das Ziel ist klar: die Spitzenpositionen in den Märkten Deutschland, Österreich und Polen sichern. Geplant dazu ist auch eine große Werbekampagne. Arla setzt dabei auf die starke Markenpräsenz und Verbraucherbindung von Milka, die bereits bei Eiscreme und Backwaren zum Erfolg bei der Neueinführung geführt hat.

Mondelez dagegen ist ein internationales Snack-Unternehmen mit so bekannten Marken wie Cadbury, Côte d’or, Daim, Oreo, Philadelphia, Toblerone oder Tuc. Milka gehört dabei zu einer der beliebtesten Schokoladenmarken überhaupt. „Die Initiative wird es uns ermöglichen, die Marke Milka in ganz Europa zu verbreiten. Dieses Vorhaben ist ein wichtiger Meilenstein in der anhaltenden Erfolgsgeschichte von Milka“, ist Mondelez Europa-Präsident Clive Jones überzeugt.

Nach hoher Inflation wieder mehr Wachstum bei Marken wie Starbucks

Trotz eines durchwachsenen Jahres 2023 sieht Arla Foods gute Chancen für Wachstum im Milchmischgetränkemarkt – gerade bei den Marken. Ohnehin hat dieser Sektor im Konzern zuletzt wieder für mehr Menge und Umsatz geführt, nachdem die deutschen Verbraucher wegen der hohen Inflation zunächst verstärkt auf günstigere Discounterprodukte gesetzt hatten. Vor allem Marken wie Starbucks, Arla Buko Frischkäse oder Arla Finello Reibekäse konnten von dieser Entwicklung profitieren – und nun vielleicht auch die Milka-Milch.

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