Mit Bedacht planen

Das ging aber schnell! Im Frühjahr kam die Diskussion auf, wie das Postgebäude in der Fußgängerzone und das es umgebende Gelände zukünftig genutzt werden können. In wenigen Wochen wird die Stadt Besitzerin des Schnäppchens in Bitburgs 1-A-Lage sein.

Das verschafft ihr die Möglichkeit zu bestimmen, was und wie gebaut wird. Diese glückliche Ausgangssituation sollte die Kommune nutzen, um vorsichtig und im Konsens Zielvorstellungen für das Areal zu erarbeiten. Keinesfalls sollten die Verantwortlichen irgendwelchen Projektentwicklern das Feld überlassen, die am Ende mit wenig Aufwand ihren Gewinn maximieren wollen. Die kommen mit viel heißer Luft und großen Versprechen daher und hinterlassen verbrannte Erde. Wer sehen möchte, wie solch ein Vorhaben mit Leuchtturmfunktion - und das ist die Umnutzung des heutigen Postbereichs - nicht angepackt werden sollte, kann im Parkhaus auf dem Teichplatz in Prüm sein Auto abstellen und sich den Betonklotz zu Gemüte führen. Dort hat die Kommune die Fäden aus der Hand gegeben und die entsprechende Quittung dafür erhalten. Diesen Fehler sollte die Stadt Bitburg nicht begehen. Ansonsten verbaut sie sich im wahrsten Sinne des Wortes ein Stück Zukunft. h.jansen@volksfreund.de