Bauarbeiten: Mit dem Abrissbagger an die Prüm

Bauarbeiten : Mit dem Abrissbagger an die Prüm

Im Frühling wird die L7-Brücke in Bettingen komplett erneuert. Für die Fußgänger wird eine Behelfsbrücke eingerichtet.

„Wir haben die Hoffnung, dass wir bis Ende des Jahres durchkommen“, sagt Oliver Arimond, „aber ein gewisses Restrisiko bleibt immer.“ Der Mitarbeiter des Landesbetriebs Mobilität (LBM) Gerolstein bezieht sich damit auf die Brücke, auf der in Bettingen die L7 über die Prüm führt.

1955 wurde das Bauwerk errichtet, für das nun feststeht, dass es seinen 65. Geburtstag nicht mehr erleben wird. Denn im April dieses Jahres soll die Brücke komplett abgerissen werden, um an gleicher Stelle eine neue zu bauen. Und erklärtes Ziel der Straßenbaubehörde ist es, dieses neue Bauwerk noch 2019 für den Verkehr freigeben zu können. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass es glatt läuft und beim Abriss nichts zum Vorschein kommt, womit man nicht gerechnet hat. „So etwas lässt sich im Vorfeld nie ausschließen“, sagt Arimond.Dass die Brücke nicht nur saniert, sondern umfassend erneuert wird, liegt vor allem am so genannten Dreigelenkbogen, wie der Brückenexperte erklärt. Der Bogen der Brücke besteht aus zwei Teilträgern, sodass es dazwischen und an den beiden übrigen Enden insgesamt drei Gelenke gibt. Und diese gehörten bei einer solchen Brücke immer zu den kritischen Stellen, so Arimond.

Während der Baumaßnahme wird die L7 in diesem Bereich komplett gesperrt, sodass Autofahrer, die zwischen Oberweis und Wettlingen beziehungsweise Peffingen unterwegs sind, der dann eingerichteten Umleitung über Stockem (K12) folgen müssen. Damit aber die Fußgänger die Prüm an dieser Stelle auch während der Bauarbeiten überqueren können, wird daneben eine Behelfsbrücke errichtet.

Rund 1,5 Millionen Euro sind für das Projekt veranschlagt. Getragen werden diese Kosten komplett vom Land, da es sich um ein Landesstraßen-Bauwerk handelt.

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