Mit der Renaturierung entlang von Bächen Laubwald fördern

Mit der Renaturierung entlang von Bächen Laubwald fördern

Waldarbeiter fällen im Nationalpark Eifel derzeit Fichten, die an Bachläufen stehen. Dadurch soll erreicht werden, dass im Uferbereich wieder Laubbäume wachsen, die etwa auf der Speisekarte des Bibers stehen.

Schleiden/Vogelsang. Wanderer im Nationalpark Eifel beobachten derzeit, wie entlang von Bachläufen Fichten gefällt werden, etwa am Sauerbach auf der Dreiborner Hochfläche. "Hier werden nicht heimische Bäume wie die Fichte auf einem bis zu zehn Meter breiten Bachuferbereich entfernt und anschließend abgefahren und verwertet", erklärt Markus Vollmer, Mitarbeiter des Bundesforstbetriebs.
Die Renaturierungsmaßnahmen finden im Rahmen des von der Europäischen Union und dem Land Nordrhein-Westfalen geförderten Projektes "Wald - Wasser - Wildnis" statt. Ziel ist es, Veränderungen des Menschen rückgängig zu machen, die natürliche Prozesse auf Dauer stören würden.
"Die Fichte wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts aus forstwirtschaftlichen Gründen eingebracht. In den Bachtälern würden natürlicherweise ausschließlich Laubbäume wie Eschen oder Birken wachsen", so Gabriela Geitz, Leiterin des Nationalparkbezirks Wolfgarten.
Von der Förderung der Laubwälder im Nationalpark profitieren heimische und selten gewordene Tiere. Zu ihrem Lebensraum nahe einem Mittelgebirgsbach gehören ein intaktes Fließgewässer und eine naturnahe Pflanzenwelt. Projektleiterin Bettina Krebs von der Biologischen Station Aachen erklärt: "Der Biber zum Beispiel ernährt sich rein vegetarisch. In einem Laubwald wachsen ausreichend Kräuter, die im Sommer auf der Speisekarte des Nagetieres stehen. Im Winter lebt der Biber von der Rinde von Weichhölzern wie Birke und Weide." red

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