Mit Feuer-Eifer bei der Arbeit

Mit Feuer-Eifer bei der Arbeit

WAXWEILER. Nachdem sich in den vergangenen Wochen Gutachter und Versicherungsexperten die Kirchenklinke in die Hand gegeben haben, wird die Sanierung des Waxweiler Gotteshauses bald beginnen. Nach ersten Schätzungen entstehen Kosten in Höhe von 820 000 Euro.

"Unser großes Ziel ist es, Weihnachten fertig zu sein." Peter Philippe, Chef der Kirchenrendantur in Niederprüm, ist froh, dass die Sanierung der Pfarrkirche "Johannes der Täufer" demnächst beginnen kann. Nach dem Kirchturmbrand vom 16. Dezember 2004 ist im Gotteshaus von Waxweiler nämlich fast nichts mehr, wie es früher einmal war. Immer noch ziehen Gerüste, Absperrbänder und Abdeckfolien den Blick auf sich. Schier bescheiden im Hintergrund wirken dagegen Altäre, Heiligenfiguren und Orgel. Der Sturz des brennenden Kirchenhelms auf das Dach des Seitenschiffs hat den Alltag der Pfarrei Waxweiler jedoch trotz des ersten Schocks nicht ins Wanken gebracht. Die Heiligen Messen feiern die Gläubigen der Prümtalgemeinde nach wie vor in der Mehrzweckhalle der Willibrord-Schule, während die Bronze-Statue vor der arg ramponierten Kirche mitten im Dorf weiter tapfer Wache hält. 40 000 Euro sind bisher auf das Spendenkonto der Pfarrgemeinde eingegangen, ein Betrag, der Hoffnung macht. Immerhin: Insgesamt kostet die Sanierung, zu der die teilweise Neueindeckung des Kirchenschiffs, der komplette Neubau des Turms und das Erneuern der Innendecke gehört, 820 000 Euro. Allein die Errichtung des Turms wird rund 240 000 Euro verschlingen, und für die Decke im Inneren des Gotteshauses müssen ebenfalls nocheinmal etwa 200 000 Euro berechnet werden. Obwohl die Versicherung ihren Anteil von rund 400 000 übernehmen wird und das Bistum Trier 200 000 Euro hinzugibt, bleiben 220 000 Euro, die von der Pfarrgemeinde aufzubringen sind. "Das ist viel Geld", weiß Rendantur-Leiter Peter Philippe, der weiter rechnet: "Nach den ersten Spenden von 40 000 Euro und 20 000 Euro, die als Eigenleistung taxiert sind, bleiben also aktuell noch 160 000 Euro, die auf die Pfarrgemeinde zukommen." In den nächsten Tagen geht es nun endlich mit Volldampf an die Arbeit. "Zunächst werden die Schäden am Dach des Seitenschiffs behoben", erklärt Architekt Manfred Berg. Danach müsse ein elf Meter langer, angekokelter Holzträger saniert werden. Gleichzeitig beginnen die Ausschreibungen für den Neubau des Turms. Auf den noch stehenden 17 Meter hohen massiven Teil wird eine Spitze gesetzt, die 25,50 Meter misst. Hinzu kommen dann noch Kreuz und Hahn, die weitere 3,50 Meter ausmachen. Wie diese Aufbauarbeiten vor Ort bewerkstelligt werden, steht noch nicht fest. Berg geht davon aus, dass der Turm in zwei oder drei Teilen angeliefert wird, die dann von einem Spezialkran auf die Kirche gehievt und dort montiert werden. Die Eindeckung erfolgt voraussichtlich an Ort und Stelle in luftiger Höhe. Spendenkonto der Kirchengemeinde: 110 14 60, Raiffeisenbank Westeifel, Bankleitzahl: 586 619 01. Info: Pfarramt Waxweiler, Telefon 06554/313.

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