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Geschichte: Mit Großmutters Erbstück ins Fernsehen

Geschichte : Mit Großmutters Erbstück ins Fernsehen

Hendrik Servatius aus Dudeldorf hat an der ZDF-Sendung „Bares für Rares“ teilgenommen.

All zu viel darf Hendrik Servatius noch nicht preisgeben. Denn der 20-Jährige aus Dudeldorf musste im Vorfeld eine Art Verschwiegenheitsklausel unterzeichnen. Das ist bei Sendungen dieser Art üblich. Nur so viel sei verraten: Es war ein aufregender Tag. Und am Ende hat es sich für ihn gelohnt.

Als seine Oma Magda vor gut drei Jahren starb, hat sie ihrem Enkel ein kleines Schmuckstück hinterlassen. Sein Opa hatte es der Großmutter vor gut 50 Jahren von einer Pilgerfahrt aus Italien mitgebracht. „In ihren letzten Jahren hat sie es nur noch zu ganz besonderen Anlässen getragen“, sagt der Enkel. „Und irgendwann hat meine Oma zu mir gesagt, dass ich es später bekommen soll und dass ich dann damit machen kann, was ich für richtig halte“, fügt er hinzu.

Vor gut einem Jahr entschied sich Hendrik Servatius schließlich dazu, sich mit dem Erbstück bei der ZDF-Trödel-Show „Bares für Rares“ zu bewerben. In dieser Sendung können Teilnehmer ihre Antiquitäten, Fundstücke oder Kuriositäten zunächst von einem Experten schätzen lassen. Bei dieser Expertise anwesend ist auch Fernsehkoch Horst Lichter, der die Sendung produziert und moderiert und der dann entscheidet, ob er die sogenannte Händlerkarte vergibt. Bekommt der Teilnehmer diese Karte, so kann er sein Objekt in einer fünfköpfigen Händlerrunde zum Verkauf anbieten. Der Höchstbietende erhält den Zuschlag – sofern der Besitzer bereit ist, den Gegenstand für dieses Höchstgebot zu verkaufen.

„Das war absolut aufregend und interessant“, sagt Hendrik Servatius, „und die Leute dort waren alle total freundlich zu mir.“ Besonders fasziniert hat ihn der lockere Umgang mit Horst Lichter. „Er hat mir sofort das Du angeboten“, erinnert sich der 20-Jährige. Und dann habe ihm der Moderator noch erzählt, dass er selbst Verwandtschaft im Eifelkreis hat. Der Dudeldorfer hatte Glück. Er bekam nicht nur die ersehnte Händlerkarte, sondern konnte im Anschluss daran das Erbstück seiner Oma an einen Bieter aus der Händlerrunde verkaufen. Und das zu einem Preis, mit dem er sehr zufrieden war. Was er mit dem Geld macht, weiß der junge Mann auch schon. Einen Teil davon will Hendrik Servatius, der derzeit noch ein Freiwilliges Soziales Jahr absolviert, für sein anschließendes Studium verwenden. „Und vom Rest werde ich etwas Schönes für das Grab meiner Oma besorgen.“

Wer wissen möchte, was genau der junge Mann zum Verkauf angeboten hat, wie es ihm in der Händlerrunde erging und für wieviel das gute Erbstück letztlich den Besitzer wechselte, hat am Donnerstag, 18. Januar die Möglichkeit, es zu erfahren. Denn dann wird die bereits im vergangenen Oktober aufgezeichnete Sendung ausgestrahlt.