Mit Ofenwärme-Projekt zum Erfolg
Technik ist seine große Leidenschaft. Matthias Leyendecker (18 Jahre) hat das früh erkannt und geht seiner Berufung nach. Nun hat der Trierer Regional-Sieger im Jugend-forscht-Wettbewerb im Bereich Technik das Landesfinale in Ludwigshafen gewonnen.
Berndorf/Ludwigshafen. (gs) Da kann es einem warm werden, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Denn Matthias Leyendecker hat sich "Ofenwärme schlau genutzt" zum Thema gemacht. Für sein Projekt erhielt der junge Technikbegeisterte im Februar beim Regionalwettbewerb Jugend forscht in Trier den ersten Preis im Bereich Technik und zusätzlich den Sonderpreis für die beste Arbeit, prämiert durch die Vereinigung Trierer Unternehmer. Nun hat er auch den Landesentscheid in Ludwigshafen (BASF-Werke) gewonnen.
Lässt sich der Verbrauch von kostbarem Trinkwasser beim Betrieb von Holzheizungen reduzieren oder gar vermeiden? Diese Frage hat sich Matthias Leyendecker gestellt. Denn in einigen Heizungen wird reines Trinkwasser zur Kühlung eingesetzt, wenn sie zu heiß werden. Und diese Tatsache hatte den angehenden Abiturienten des Technischen Gymnasiums am Balthasar-Neumann-Technikum in Trier leidenschaftlich gefesselt.
Schließlich hat er in den vergangenen Monaten zu Hause in der Werkstatt eine neuartige Methode entwickelt: Das Kupferrohr, das durch den Ofen verläuft, wird belüftet, sobald die maximale Kesseltemperatur erreicht ist. "Damit befindet sich kein Wasser mehr in den Leitungen, das sieden und die Rohre zum Platzen bringen könnte", erklärt Matthias Leyendecker, der nun sogar ein Patent angemeldet hat.
Betreut wird der Schüler von seinem Leistungskurslehrer Rolf von dem Broch. Und noch jemand unterstützt ihn in seinem Element: Großvater Alfred Schlösser (85) aus Stadtkyll. "Opa ist ein Tüftler und kennt sich gut mit Maschinen aus. Er hat Zeit und hat mit mir schon gewerkelt, als ich ein kleiner Junge war."
Der junge Mann lebt zwar mittlerweile in Trier, seine Heimat aber ist und bleibt Berndorf. Dort ist er in der Jugend aktiv und spielt im Musikverein als Trompeter. Zudem besucht er oft seine Eltern.
Weitere Infos zum Wettbewerb gibt es im Internet unter www.jugend-forscht.de