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Die 50er Jahre: Mit Schiefertafel in die Schule

Die 50er Jahre : Mit Schiefertafel in die Schule

Ich wurde im Jahr 1950 in St. Paulin in Trier eingeschult. An die Einschulung erinnere ich mich sehr gut; mit Schultüte und Lederranzen auf dem Rücken. Der Inhalt: Eine Schiefertafel in Schutzhülle, eine Griffeldose mit Schiefergriffeln und ein nasses Schwämmchen in der Schwämmchendose.

Aus dem Ranzen hingen zwei Läppchen, um die Tafel trocken zu reiben. Manchmal nahm ich einen blechernen Henkelmann mit in die Schule, denn da gab es eine warme Suppe, auch Schulspeise genannt. Unsere Lehrerin war ein Fräulein. Mit ihrer Heirat mussten die Fräuleins dann aus dem Schuldienst ausscheiden.

Wir wohnten in einem Haus in Trier in der zweiten Etage. Die Treppe war aus Holz, und bei schlechtem Wetter rutschten wir immer mit einem dünnen Kissen die Treppe hinunter. Ich legte mich ab und zu auch auf das Treppengeländer, um so runter zu rutschen. Das ging dann schneller.

Es war eine schöne Zeit, ohne Handy, Laptop, W-Lan und was es sonst noch heute so gibt. Aber wir hatten zwei Kaffeemilchdosen aus Blech mit einem Seil dazwischen. Das war unser Handy.

Monika Bastgen, Trier