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Mit Schmiss ins vierte Konzertjahrzehnt: Julia Peter lädt zur 31. Projektfete in die Markthalle ein

Mit Schmiss ins vierte Konzertjahrzehnt: Julia Peter lädt zur 31. Projektfete in die Markthalle ein

Zum 31. Mal wird in der Markthalle Prüm am ersten Weihnachtstag die Projektfete steigen - das jährliche Rockkonzert, das immer so viele Besucher zusammenbringt. Diesmal hat Gastwirtin Julia Peter drei Bands engagiert.

Prüm. Julia Peter geht nach Baden-Baden. Am Dienstag, 20. Dezember, fährt sie hin. Aber nur kurz: Ein gewisser gebührenfinanzierter Fernsehsender aus dem südwestdeutschen Raum möchte sie nämlich seinen Zuschauern vorstellen, als "coolste Eifeler Rock-Oma".

Oma? Oh Mann, krasse Fehlbeschreibung: Julia Peter mag 65 Jahre sein, aber erstens ist 65 das neue 45 (höchstens) und zweitens ist die Wirtin aus dem Kölner Hof, was ihre Einstellung zu vielen Dingen und nicht zuletzt zur Musik betrifft, ein ziemlich junges, wildes Ding.
Weshalb sie auch am ersten Weihnachtstag (Montag, 25. Dezember) in der Prümer Markthalle die bereits 31. Projektfete organisiert.

Das ist bekanntlich keine Schulfeier, auch wenn sie seit dem Start 1986 so heißt, sondern ein amtliches, kleines Rockfestival, fester Termin für Freunde feuriger Gitarrenmusik - und zugleich jedes Jahr großes Hallo für alle, die einander in den vergangenen zwölf Monaten aus den Augen verloren haben: Das macht seit 30 Jahren, neben der Musik, den Charme der Fete aus, die immer am ersten Weihnachtstag ausgerichtet wird.
Und auch das ist wie immer: Es wird laut. Scheppern solle es, krachen müsse es, sagt die Wirtin, "nix seichte Welle".Bühne für den Nachwuchs


Zugleich gehört es zu ihren Anliegen, Nachwuchsbands zu unterstützen - was sie dann eben auch nicht zur Rock-Oma, sondern eher zur Musikantenpatentante macht. Vielen Formationen aus der Eifel hat sie bereits eine große Bühne bereitet. Und bekennt, ein bisschen stolz darauf zu sein, dass dazu auch Elastiq gehören: "Die sind mittlerweile schon sehr gefragt, und das über die Landesgrenzen hinweg."
In diesem Jahr soll die Band Kotau aus dem Daun-Wittlicher Raum diese Chance bekommen. "Ich freue mich schon sehr auf die Jungs", sagt Julia Peter. Das seien nämlich Musiker, "die rausschreien, was ihnen am Herzen liegt". Und die, sagt die Organisatorin, "freuen sich wahnsinnig darauf, dabei zu sein - auf einer Bühne, auf der schon Jupiter Jones gestanden haben".

Empfohlen wurde ihr die junge Band von Michael Glandien, Bassist bei den Acapulco Firebirds. Und die sind diesmal auch wieder dabei. Die Gruppe ist mittlerweile seit 20 Jahren zusammen. Markenzeichen: "Mitreißend und ohne unnötige Detailverliebtheit" (Originalton Tobias Schmitz, Roxxbusters und von Brücken). Zu hören sind Lieder von den Beatles, Kinks, Foo Fighters, Nirvana, Lenny Kravitz, The Monkees und von vielen weiteren Künstlern.

Und, Ehrensache: "In Erinnerung an meinen Bruder Johannes Orthen, der leider verstorben ist und viele, viele Jahre die Projektfete organisiert hat, spielen die Firebirds immer den Hit von Chuck Berry: Johnny B. Goode."
Dritte Truppe: Kiss Lickss aus den Niederlanden - die Band hat sich, samt Schminke, Spandexbuxen und Stiefeln auf Plateausohlen, den Songs und der Bühnenshow der Ami-Band Kiss verschrieben. Nur einer ihrer vielen Hits: "Shout it out loud" - schrei es laut hinaus. Das macht dann auch die Organisatorin in ihrem Schlussaufruf: "Also, liebes Volk, wenn ihr eine schöne, rockige Weihnachtsfeier erleben wollt, kommt ab 20 Uhr - da ist das Weihnachtsessen ja schon fast vorbei - zur Projektfete in die Markthalle." Man sieht sich.
Das Konzert beginnt um 21 Uhr, Einlass ist um 20 Uhr. Eintritt an der Abendkasse 14 Euro, im Vorverkauf 12 Euro. Karten im Kölner Hof am Tiergartenplatz und im Rewe-Markt an der Bahnhofstraße.