Mit Stromkäfer und heißem Draht

Strom kommt nicht nur aus der Steckdose, haben sechs Kinder der Kindertagesstätte Stadtkyll beim Projekt mit Sandra Hahn festgestellt.

Elektromeister Edmund Mertens half gerne dabei, den Stadtkyller Kindern Wissenswertes über Strom zu vermitteln. Foto: Kindergarten

Stadtkyll. (cus) Über mehrere Wochen verteilt haben sich die Stadtkyller Kindergartenkinder mit der elektrischen Energie vertraut gemacht. Das Besondere an dieser Energieform ist: Man kann Strom nicht hören, nicht sehen, nicht riechen und nicht schmecken. Somit birgt er auch gewisse Gefahren.Einen Einblick in den Beruf des Elektrohandwerks bekamen die Kindergartenkinder im Unternehmen von Elektromeister Edmund Mertens aus Roth. Für Mertens ist es wichtig, dass die Kinder schon im frühem Alter auf die Gefahren der elektrischen Energie hingewiesen werden.Anhand von aufgebauten Anlagen wurden Wirkung und Gefahr dieser Energieform erkannt.Gurke zum Leuchten bringen

Bei den Experimenten ging es unter anderem um folgende Fragen: Wie bringe ich eine Gurke zum Leuchten? Wie brate ich Würstchen mit nur zwei blanken Drähten? Wie breitet sich ein Lichtbogen bei 3000 Volt aus? Schlägt dieser Lichtbogen durch eine Zeitung? Brennt diese Zeitung dann? Die Kinder zeigten großes Interesse und konnten selbst an einigen Messungen teilnehmen.In der Werkstatt selbst wurde dann auch größeres Werkzeug und Material (noch nicht für Kinderhände geeignet) bestaunt. Die anschließende Fahrt mit dem Firmenfahrzeug machte besonders viel Spaß.Im Kindergarten konnten die Kinder selbst mit Hand anlegen. Projektleiterin Sandra Hahn hatte durch gezielte Bastelarbeiten mit den Kindern viele Zusammenhänge schon im Vorfeld sehr gut erklärt: Strom fließt nur in einem geschlossenen Stromkreis. Strom wird also nicht irgendwo verschwinden, sondern er will wieder zur Spannungsquelle zurück. Durch den "Stromkäfer" konnte bewiesen werden, dass Strom nur durch leitende Teile fließt. Nicht alle Materialien leiten Strom. Die Kinder bauten Modellhäuser, die beleuchtet wurden. Die Beleuchtung konnte durch einen selbst gebauten Schalter aktiviert werden.Der gemeinsame Aufbau des "heißen Drahts" machte den Kindern große Freude, zumal Edmund Mertens ihn dem Kindergarten als Geschenk überließ.