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Mit Verkehrszählungen kommt man nicht weiter

Kommentar : Mit Verkehrszählungen kommt man nicht weiter

Solange der Bund die Verkehrszählungen zum einzigen Kriterium für einen Ausbau der Autobahn macht, kann der Eifelkreis noch zehn Resolutionen beschließen. Und es wäre doch nicht mehr als Symbolpolitik ohne Aussicht auf Erfolg.

Das hat der Bundestagsabgeordnete Patrick Schnieder in der Sitzung unmissverständlich klargemacht. Was ja grundsätzlich Sinn ergibt: Warum sollte man auch eine Straße ausbauen, die vergleichsweise wenig befahren wird?

Die Lage auf der Autobahn 60 ist aber eine besondere. Zum einen ist die Strecke, eben weil es hier eng wird, nachweislich gefährlich. Immer wieder kommt es zu tödlichen Unfällen. Zum anderen werden die umliegenden Dörfer in Ermangelung von Ausweichrouten übermäßig stark durch Umleitungsverkehr belastet. Die vom Bund oft zitierte Wirtschaftlichkeit ist beim Ausbau der A 60 also nicht der entscheidende Faktor, sondern vielmehr die Sicherheit und das Bedürfnis der Anlieger nach Ruhe. Leider verschließt man sich in Berlin nur allzu gerne vor diesen Argumenten. Ist ja auch billiger.

c.altmayer@volksfreund.de