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Mit Ziege und Handy auf Tour

Mit Ziege und Handy auf Tour

Die Verantwortlichen des Naturparkzentrums Teufelsschlucht entwickeln ihr jährliches Programm immer weiter. Attraktiv für Besucher sein, heißt dabei das Motto. Schließlich durchwandern jährlich 150 000 Menschen die Teufelsschlucht. Mit ihrem Programm setzen die Verantwortlichen deshalb auf Altbewährtes und Neues. Dazu gehört auch die Teufelsschlucht-App, die sich Besucher direkt vor Ort auf ihr Smartphone herunterladen können.

Faul liegen Rüdiger und sein Kumpel Anton in der Sonne. Ab und zu erheben sie sich meckernd, fressen etwas Heu, vertreten sich die vier haarigen Beine.
Der braune Rüdiger und der schwarze Anton sind Ziegenböcke. Als Stars und Maskottchen des Naturparkzentrums Teufelsschlucht haben die beiden zusammen mit einigen anderen Artgenossen gleich drei Jobs in einem. Sie sind Rasenmäher, Landschaftspfleger und Fremdenführer. Denn zum einen fressen sie das Gras von den Wiesen, was wiederum gut für die Natur ist. Zum anderen gehen sie und ihre Kumpels mit Besuchern zum Ziegentrekking. Das ist eine der vielen Aktionen (siehe Extra), die das Programm des Naturparks in diesem Jahr bietet. "Viele Kindergärten und Schulen machen diese Tour", sagt Bruno Zwank, Leiter des Naturparkzentrums. Altbewährtes und Neues stehen auf dem Veranstaltungsplan der Teufelsschlucht.

Neu ist auf jeden Fall der Wildkräutergarten. In einem Halbrund sind an der frischen Luft große Pflanzkästen aufgestellt. Dort sprießen seit April 60 Wildkräuter aus der Region und 20 mediterrane Kräuter. Die Pflanzen können Besucher nicht nur anschauen, daran riechen und sie schmecken. In einer der neuen Broschüren gibt es verschiedene Programme rund um die schmackhaften Würz- und Heilpflanzen. Bei einer dreistündigen Wildkräuterwanderung beispielsweise lernen Teilnehmer nicht nur, die Kräuter in der Natur zu finden, sondern auch ihre Verwendungsart. Jede Menge Wissen vermittelt ein Pflanzenbestimmungskurs. Und beim Kochkurs werden die Kräuter nach dem Sammeln auch gleich in der Küche verarbeitet. Direkt neben dem Garten ist nämlich in einem Anbau eine Küche neu eingerichtet worden.

Altbewährt, aber laut Zwank besonders beliebt sind die GPS-Geocaching-Touren. Dabei können sich die Besucher gegen eine Leihgebühr ein Gerät ausleihen und damit auf Märchentour oder GPS-Rallye gehen. "Auch die Audioguides werden stark genutzt", sagt Zwank. Auch die elektronischen Führer gibt es zum Ausleihen oder kostenlos für iPhone und Android als Teufelsschlucht-App zum Herunterladen aus dem Internet. Brandneu ist dabei der Hotspot, der gerade am Besucherzentrum vor Ort eingerichtet wird. "Bisher konnten die Besucher die App nicht vor Ort herunterladen, das wird jetzt möglich sein", sagt Zwank. Allerdings ist das Internet nicht frei verfügbar und nur für die App nutzbar.
Multimedial ist auch Maskottchen Rüdiger unterwegs. Er hat im Internet eine eigene Facebook-Seite und postet fleißig.Extra

Ziegentrekking: Zeitraum: ganzjährig, Teilnehmerzahl: bis 25 Personen, Dauer: drei oder sechs Stunden; Gesund ernähren mit Wildkräutern: Termin: 30. Juni, Dauer: 9.30 bis 15.30 Uhr, Anmeldung erforderlich (Telefon 06525/93393); GPS-Rallye - Der Schatz des Teufels: Zeitraum: ganzjährig, Teilnehmerzahl: bis 30 Personen, Dauer: drei Stunden; Rüdiger auf Facebook: www.facebook.com/ruediger.teufelsschluchtDas komplette Programm und weitere Infos auf: www.teufelsschlucht.de