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Mitbringsel mit Speicherer Wappen

Mitbringsel mit Speicherer Wappen

SPEICHER. Bauernmarkt und verkaufsoffener Sonntag in der Töpfergemeinde: Das sonnige Herbstwetter lockte tausende Besucher zum Marktgeschehen. Die Kunden sorgten für gute Umsätze und Zufriedenheit bei Ausstellern und Geschäftsleuten.

Am sonnigen Sonntag waren viele Menschen unterwegs. Das Wetter lud ja auch förmlich dazu ein. Und so waren schon am Ortseingang von Speicher die Autos am Straßenrand geparkt und der Ansturm beim Bauernmarkt und beim verkaufsoffenen Sonntag groß. Und Speicher hatte als einer der größten Bauernmärkte der Region auch in diesem Jahr allerhand zu bieten. "Erstmals ist auch ein Luxemburger Direktvermarkter mit an Bord. Das gibt unserem Markt diesmal eine internationale Note", freute sich Andreas Gerlach, der Vorsitzende des Gewerbevereins Speicher. Er hatte mit seinem Team den Gewerbemarkt vorbereitet und in seiner neunten Auflage zu erneutem Erfolg geführt. Auf dem Bauernmarkt wurde eine breite Palette frischer Waren angeboten. "Wenn es um gutes und gesundes Essen geht, dann sind die Kunden einerseits sehr wählerisch und qualitätsbewusst, andererseits auch bereit, für beste Qualität auch gut zu bezahlen", sagte einer der Händler. Das Angebot ließ kaum Wünsche offen: Es reichte von Luxemburger Spezialitäten über Bio-Gemüse, Bauernbrot, Eifeler Schnäpsen bis zu Wild und Fisch. Auch das Pfarrheim war mit einbezogen und gab Kunsthandwerkern die Möglichkeit, ihre Artikel zu zeigen. Als Marion Mertes mit ihrem Mann Ferdinand und den beiden Kindern, Stefanie und Markus, aus dem Kreis Bernkastel-Wittlich über den Marktplatz schlenderten und die Kinder sich mit den Tieren im Streichelzoo bereits angefreundet hatten, lenkte die Familie ihre Schritte in die Goldschmiede von Norbert Hebler. Der hat in diesem Jahr eine alte Tradition neu aufleben lassen. "Wenn man früher irgendwo zu Besuch war, war es üblich, dass man ein Mitbringsel, ein kleines Andenken, mit nach Hause brachte. Weil das heute immer stärker nachgefragt wird, habe ich diese Idee neu aufgegriffen", erzählt der Goldschmied. Er bot den Kunden handgearbeitete Anhänger für Bänder und Ketten an. Auf ihnen ist das Wappen von Speicher zu sehen. Unterdessen öffneten die Geschäfte um 13 Uhr. "Natürlich gibt es an einem solchen verkaufsoffenen Sonntag viel Laufkundschaft. Das gehört dazu. Mit den Umsätzen sind wir ganz zufrieden", sagte Ernst Follmann. Er betreibt ein Bekleidungshaus am Marktplatz und freut sich über das gute Geschäft mit der Winterware. "Der verkaufsoffene Sonntag in Kombination mit dem Bauernmarkt bringt uns viele Kunden in den Laden. An einem Tag wie heute haben wir nicht ausreichend Personal, alle Kundenwünsche zu erfüllen", beschreibt Follmann einen seiner umsatzstärksten Verkaufstage. Die kleinen Gäste freuten sich besonders über das Rahmenprogramm des Gewerbevereins Speicher mit Süßigkeiten, Karussell und Kutschfahrten. Ortsbürgermeister Erhard Hirschberg freute sich auch über die Besucher im Heimatmuseum, das für Besucher offen stand. "Es ist dem Gewerbeverein gelungen, mit über 60 Ständen einen der größten Bauern- und Direktvermarktermärkte der gesamten Region zu präsentieren. Die Mitwirkung dieser zahlreichen Betriebe sichert dem Bauernmarkt über die Gemeindegrenzen hinaus große Aufmerksamkeit", zog Hirschberg eine durchweg positive Bilanz.