Modell für die Zukunft?

Interessen und Werte verschieben sich beziehungsweise verschwinden sogar ganz von der Bildfläche. Dies trifft in zunehmendem Maße Ehrenämter. Nicht nur Betreuer von Jugendfußballmannschaften werden händeringend gesucht, auch die Decke der Vereinsfunktionäre allgemein wird immer dünner.

Kein Wunder, dass diese Entwicklung auch die Arbeit in und an den Kommunen empfindlich tangiert. Das kleine Häuflein der Aufrechten in Auw hat für sein spezielles Problem derweil eine flotte Lösung gefunden. Dort teilen sich übergangsweise vier Personen die Arbeit; Leute, die zumindest bereit sind, eine Teilverantwortung zu übernehmen. Damit rückt der Ort ab vom klassischen Schema, wonach alle Lasten auf einem Bürger(meister) allein ruhen. Daraus nun voreilige Schlüsse zu ziehen, wäre sicher falsch. Gleichwohl könnte sich das Auwer Modell als durchaus praktikabel erweisen und damit auch andere Gemeinden davor bewahren, von einem Ortsfremden gelenkt zu werden. Denn das wäre sicher das Letzte, was sich ein Dorf wünschen würde. m.reuter@volksfreund.de

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